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Fachkräfte für die Zukunft

Durch die Ausbildung von Mechatronikern gewinnt die HHLA wichtige Fachkräfte für die Zukunft. Mechatroniker sind vielseitig und unverzichtbar, denn ihre Arbeit sichert eine hohe Geräteverfügbarkeit für den Containerumschlag.

Schweißnähte nachbessern, Bremsen kontrollieren, Getriebe überprüfen – so sieht Astrid Grünaus Arbeitstag im Inspektionstrupp aus. Sie ist Auszubildende zur Mechatronikerin, 22 Jahre alt und mittlerweile im 4. Ausbildungsjahr. Um 6.50 Uhr beginnt ihre Schicht. Fertig umgezogen mit Sicherheitsschuhen, gelber Arbeitshose, Arbeitsjacke und Helm geht es mit dem Inspektionstrupp auf dem Container Terminal Burchardkai auf die Containerbrücken, Lagerkrane oder Transtainerbrücken. Sie kontrolliert die Bremsen und das Getriebe der Großgeräte, dann behebt sie festgestellte Mängel. Regen und Kälte machen ihr nichts aus. Im Gegenteil. Sie genießt die abwechslungsreichen Wartungsarbeiten an der Luft und ist ganz und gar nicht zimperlich. „Manchmal stoße ich mir den Kopf oder rutsche aus. Ein blauer Fleck gehört eben dazu“, sagt sie.

Astrid ist eine von 19 Mechatronikern, die momentan bei der HHLA ausgebildet werden. Dreieinhalb Jahre dauert die Ausbildung. Seit 2008 bildet der HHLA-Konzern Mechatronikerinnen und Mechatroniker aus. Jährlich sind es meistens drei bis sechs Azubis, die vom Service Center Burchardkai (SCB) oder Altenwerder (SCA), sowie am Container Terminal Tollerort ausgebildet werden. „Für die HHLA sind diese Fachkräfte besonders wichtig! Sie warten, inspizieren, reparieren und optimieren die Großgeräte“, sagt Jan Wehlen, technischer Ausbildungsleiter. Für ihn ist der Ausbildungsberuf unverzichtbar. „Ohne unsere Handwerker könnten die Arbeitsgeräte nicht instandgehalten werden. Und ohne Arbeitsgeräte ist auch eine Containerabfertigung nicht möglich.“

Während ihrer Schulzeit arbeitete Grünau ehrenamtlich beim technischen Hilfswerk. „Dadurch wurde erst mein Interesse an einem technischen Beruf geweckt“, erklärt sie. Daraufhin folgten eine Bewerbung bei der HHLA, ein Einstellungstest, ein Bewerbungsgespräch und eine Zusage.

Während ihrer Ausbildungszeit wechseln die Auszubildenden in regelmäßigen Abständen zwischen der Ausbildungsstätte, dem Hamburger Ausbildungszentrum (HAZ) und der Berufsschule. Neben Lehrgängen erwerben die Auszubildenden auch Handwerkspatente für Gabelstapler, Van-Carrier, Zugmaschinen und Containerbrücken. Nach dreieinhalb Jahren müssen die Azubis eine theoretische und eine praktische Prüfung absolvieren.

Mittlerweile steht auch Grünau kurz vor dem Ende ihrer Ausbildungszeit und der Abschlussprüfung. Im Dezember 2014 steht die theoretische Prüfung an, die praktische Prüfung folgt im Januar. Diese beinhaltet ein Fachgespräch und einen Änderungsauftrag an einer automatisierten Anlage, die dokumentiert und vorgeführt werden muss. „Mir werden Fragen zur Elektrotechnik, Mechanik, Arbeitssicherheit, meinem Prüfprotokoll und vielen anderen Themen gestellt“, beschreibt die Auszubildende.

 

Am ersten August diesen Jahres begannen fünf neue Jugendliche ihre Ausbildung zum Mechatroniker bei der HHLA. Einer von ihnen ist Tobias Heldt. Er wird vom Service Center Altenwerder ausgebildet und ist momentan in der Werkstatt für die Automated Guided Vehicles (AGV) eingesetzt. Der 17-Jährige fühlt sich wohl: „Wir haben am Anfang unserer Ausbildung einen guten Einblick in den Konzern bekommen. Das SCA hat eine Infoveranstaltung für die Eltern aller Azubis inklusive Besichtigung gemacht, das fand ich sehr gut.“ Henning Verstege, Betriebsleiter des SCA, schätzt seine angehenden Fachkräfte: „Die Ausbildung zum Mechatroniker erfolgt auf einer sehr umfangreichen Basis. Wir bilden Fachkräfte aus, die schließlich in fast allen Bereichen eingesetzt werden können.“ So könne ein Mechatroniker in Werkstätten, im Geräteteam, in der Wartung und im Endstördienst eingesetzt werden. „Wir berücksichtigen hierbei auch das bereits vorhandene Thema des Fachkräftemangels“, erklärt er.

Für Jan Wehlen sind neben dem Interesse für Technik aber auch andere Eigenschaften entscheidend, um den Ausbildungsberuf zu erlernen. „Fachübergreifendes Wissen ist wichtig, um die Arbeitsabläufe auf einem Terminal zu verstehen. Auch Gewissenhaftigkeit und Genauigkeit sind ausschlaggebend.“ Für ihn steht außer Frage, dass dieser Ausbildungsberuf überaus wichtig für die Zukunft des Unternehmens ist. „Die Ausbildung zum Mechatroniker ist ein wichtiges Zahnrad im Getriebe des Umschlags. Eine innerbetriebliche Entwicklung von Fachkräften begegnet der zunehmenden Herausforderungen der Instandhaltung.“

Tobias Heldt und Astrid Grünau sind am Ende ihrer Ausbildung solche vielseitigen, unverzichtbaren Fachkräfte. Sie haben dann die Möglichkeit, einen Techniker oder Meistertitel zu machen. Tobias Heldt steht am Anfang seiner Ausbildung und hat sich das Ziel gesetzt, vor allem seine EDV-Kenntnisse noch auszuweiten. Astrid Grünau möchte nach ihrer Abschlussprüfung in das Team des Instandhaltungstrupps des SCB.