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Ökologische Transportketten ermöglichen

Häfen sind die wichtigsten Verkehrsdrehscheiben für den internationalen Warenaustausch, denn die riesigen Seeschiffe können konkurrenzlos günstige Transporte anbieten. Gleichzeitig verursachen sie im Vergleich der Transportmittel die geringsten Umweltbelastungen. Daraus leitet sich der einzigartige, geografisch bedingte Standortvorteil des Hamburger Hafens ab. Er liegt 120 km von der Nordsee entfernt im Binnenland. Über diese Strecke können große Gütermengen mit dem ebenso wirtschaftlichen wie öko-effizienten Seeschiff weit ins Land transportiert werden. Dieser Standortvorteil bei Transporten nach Mittel- und Osteuropa verringert die Kosten und die spezifischen Emissionen einer Transporteinheit im Vergleich zu Häfen, die direkt an der Küste liegen.

Spezifischer Kohlendioxid-Ausstoss unterschiedlicher Verkehrsträger

 
in g je Tonnenkilometer
8.000 und mehr Containerschiff
12,5
3.000 – 7.999 TEU Containerschiff       
16,6
2.000 – 2.999 TEU Containerschiff
20,0
1.000 – 1.999 TEU Containerschiff
32,1
0 – 999 TEU Containerschiff
36,3
Bahn:
27
LKW:
72


Quelle: International Maritime Organisation, 2009 und IFEU Heidelberg 2008

Auf dem Landweg weist die Bahn gegenüber dem Lkw geringere Lärm-, Luft- und Schadstoffemissionen aus. Als traditioneller Eisenbahnhafen kann Hamburg deshalb mit ökologischen Vorteilen punkten. Großen Anteil daran haben die Intermodalgesellschaften der HHLA, die Containertransporte auf der Schiene von und nach Mittel- und Osteuropa organisieren. Allein zwischen Prag und Hamburg fahren wöchentlich mehr als 60 Züge, 75 Prozent des Gütertransports zwischen Deutschland und Tschechien werden auf der Schiene abgewickelt.

Containertransport aus den Häfen per Bahn im europäischen Vergleich


Die Staatliche Kaiverwaltung, ein Vorgänger der HHLA, stärkte in Hamburg die Symbiose von Schiff und Bahn frühzeitig. Schon das erste künstliche Hafenbecken am Sandtorkai wurde mit Gleisen ausgestattet – ein Vorbild für viele andere moderne Häfen. Als 1866 der Sandtorkai seinen Betrieb aufnahm, startet auch die Karriere des "Eisenbahnhafens", eingebunden in ein komplexes europäisches Bahnnetzwerk. Die HHLA schafft auch heute die Voraussetzunge dafür, den Schienentransport in idealer Weise mit den Übersee-Verkehren zu kombinieren und so ökologische vorteilhafte Transportketten zu bilden. Die Container vom Seeschiff werden direkt auf den Terminals der HHLA zu Ganzzügen zusammengestellt. Die dafür notwendigen Containerbahnhöfe auf den Hamburger Terminals wurden erheblich ausgebaut und modernisiert, um eine überproportionale Steigerung der Bahnverkehre in den kommenden Jahren zu erreichen. Die geplanten Full-Service-Hinterland-Terminals sollen für eine weitere Verlagerung von der Straße auf die Schiene sorgen.

 
HHLA, Hansaport, Schaufelradbagger

Auch das Massengut-Terminal Hansaport, eine Beteiligungsgesellschaft der HHLA, knüpft ökologisch vorbildliche Transportketten. Die aus Übersee stammende Eisenerz-  und Kohleladung wird ausschließlich über die Bahn bzw. das Binnenschiff ins Hinterland gebracht. Ein eigener Bahnhof mit 15 Gleisen für Ganzzüge sorgt für die lückenlose Abwicklung vom Überseeschiff bis zum Endabnehmer.

Neben der Organisation internationaler ökologischer Transportketten werden auch Umfuhren innerhalb des Hamburger Hafens mit möglichst geringem Schadstoffausstoß durchgeführt. Dafür sorgen große Schubverbände (Binnenschiff), die im Jahr 2009 ca. 30.000 Standardcontainer zwischen den Terminals im Hamburger Hafen transportierten.