Der Verantwortung stellen
51 / 26.08.2010
Kay Ladwig, 51, Ausbilder an der Fachschule über sein Engagement im Betriebsrat.
Gewerkschaftlich engagiert sei er zwar schon immer gewesen, sagt Kay Ladwig. Stets wollte er aber auch die Interessen der HHLA Mitarbeiter vertreten. Und so stellte sich Ladwig 2009 zur Wahl zum Betriebsrat.
Eigentlich ist Ladwig gelernter Bäcker. Nach seiner Ausbildung bewarb er sich aber bei der HHLA, weil sein Vater, der auch Hafenarbeiter war, immer davon schwärmte. „Mein Vater hat mir immer so viel Positives vom Burchardkai berichtet, dass ich unbedingt auch dort arbeiten wollte“, sagt Ladwig. Als er dann im Alter von 19 Jahren tatsächlich zur HHLA kam, wurde er erst als Kaiarbeiter auf dem Stückgutschuppen 75 eingesetzt. „Kaffee, Zucker, Gummiballen – damals wurde alles noch mit der Hand getragen – und der Ton unter den Kollegen war sehr rau”, erinnert sich Ladwig. Das war 1978. Erst nachdem die Prüfung zum Vorarbeiter bestanden war, kam er dann letztlich zum CTB. Zwischenzeitlich war er sogar für die HHLA einen Monat in Chile im Einsatz. Heute ist Ladwig an der Fachschule Ausbilder für Van-Carrier- und Staplerfahrer. „Die HHLA hat mir ermöglicht, mich vom Packer zum Ausbilder und Betriebsrat hochzuarbeiten. In einem kleinen Betrieb wäre eine solche Laufbahn niemals möglich gewesen“, sagt er.
Ladwig gilt bei seinen Kollegen als freundlich und bodenständig. Ihm ist bewusst, dass er nun in seiner Funktion als Betriebsrat ihnen gegenüber eine besondere Verantwortung hat. Alle zwei Wochen besucht er die ganztägige Sitzung des Betriebsrats. „Ich stelle mich gerne der Verantwortung, die man als Betriebsrat hat, weiß aber auch um die Erwartungen der Kollegen”, sagt Ladwig. Sie erhoffen sich von ihm, dass er ihre Interessen vertritt.
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