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Strom statt Diesel

Batteriestrom soll künftig die gesamte Flotte automatisierter Containertransporter (AGV) auf dem Terminal Altenwerder antreiben.

 

Dieses Projekt wird gefördert mit Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

 

 

 

Der HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA) betreibt eine Flotte von rund 90 automatisierten Containertransportern (Automated Guided Vehicles oder AGV), die bislang noch größtenteils diesel-hydraulisch und diesel-elektrisch angetrieben werden. Seit 2017 wird daran gearbeitet, den Antriebsstrang dieser tonnenschweren Flurförderzeuge schrittweise auf Lithium-Ionen-Batterien umzustellen. Dafür muss auch eine völlig neue Infrastruktur errichtet werden, zur der zum Beispiel Stromtankstellen, Trafos und Stromtrassen gehören.

Diese Umstellung auf batterieelektrische Antriebe wird mit knapp 8 Mio. Euro aus Mitteln des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. Gefördert wird die CO2-Ersparnis, die nach dem vollständigen Ausbau des Systems und Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energien bei etwa 15.500 Tonnen pro Jahr liegen wird. Ebenfalls werden die Emissionen von Lärm, Feinstaub, Ruß und Stickstoff verringert.

Im Rahmen der Umstellung der AGV-Flotte auf batterieelektrische Antriebe wird die HHLA die Lithium-Ionen-Batterien der Flurförderzeuge am Strommarkt zur Erbringung von Regelenergie anbieten. In betriebsarmen Zeiten sollen die AGV gezielt an Stromtankstellen angeschlossen werden, um entweder überschüssige Energie aus dem Stromnetz aufzunehmen oder Energie ins Stromnetz als sogenannte Primärregelleistung zurück zu speisen. Dies trägt dazu bei, die Netzfrequenz des Stromnetzes zu stabilisieren. Dadurch leistet die HHLA einen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende. Um dem Strommarkt temporär Regelleistungen von bis zu 4 MW anbieten zu können, wird der CTA doppelt so viele Stromtankstellen errichten, wie logistisch notwendig wären.

Die dafür notwendige Steuerungssoftware muss erst noch erforscht und entwickelt werden. Dieses geschieht in dem Anfang 2019 gestarteten Projekt FRESH.