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Blick ins Maschinenhaus

Schauen Sie sich die Konstruktion einer Tandem-Containerbrücke genauer an: wer steuert sie, was kann sie heben und wie bewegt sie ihre Ausleger? 

Mit ihren 74 Meter langen Auslegern können die Tandem-Containerbrücken der HHLA die größten Schiffe der Welt abfertigen und fast 100 Tonnen Nutzlast heben. Diese Aufgabe übernimmt mit viel Feingefühl ein Containerbrückenfahrer, der aus seiner Fahrerkanzel mit gläsernem Boden ins Innere des Schiffs blickt. Er kommt mit einem Fahrstuhl (schematisch dargestellt im Inneren der Trägerelemente, neben dem Kreis mit dem Liftsymbol) zu seinem Arbeitsplatz, der Fahrerkanzel in 50 Meter Höhe. Die Umrisse der Kanzel sind unter den vorderen Seilzügen zu erkennen. Darunter hängen die beiden, hier stark vergrößerten Greifwerkzeuge (Spreader) zur Aufnahme der Container. Mehr dazu unter den Punkten 1 bis 3.

 

1) Spreader / Tandembetrieb

Um im Tandembetrieb arbeiten zu können, müssen die beiden, jeweils 13,5 Tonnen wiegenden Spreader fest miteinander verbunden werden. Vom wasserseitigen Spreader fahren deshalb zwei Zylinder mit Kugelköpfen aus. Die Kugelköpfe rasten in den beiden Klammern ein, die auf dem landseitigen Spreader angebracht sind. Die Spreader sind jetzt verbunden und werden mithilfe der Zylinder auf den richtigen Abstand zusammengefahren. Der Brückenfahrer löst diesen Vorgang mit einem Knopfdruck in seiner Kanzel aus.

 

2) Fahrwerk

Die Containerbrücke bewegt sich auf Schienen entlang der Kaimauer, und zwar mithilfe eines landseitigen und eines wasserseitigen Fahrwerks. Jedes Fahrwerk hat 20 Räder, 12 von ihnen verfügen über einen eigenen Antrieb. Jeweils ein Elektromotor, der über eine Welle mit dem Getriebe verbunden ist, bewegt das Rad.

 

3) Antrieb im Maschinenhaus

Das Maschinenhaus oben auf der Containerbrücke (mit dem HHLA-Logo) ist größer als ein Einfamilienhaus und beherbergt vier Antriebe: Zwei heben und senken die Spreader, einer lässt die Katze nach vorne und hinten fahren und das Einziehwerk (Bild links) bewegt die rund 800 Meter langen Seile des Auslegers. Mit der Energie eines 465 Kilowatt starken Elektromotors werden die Seiltrommeln gedreht und ziehen so den Ausleger nach oben oder senken ihn ab.