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Triumph des schwachen Lichts

Nach Sonnenuntergang trägt der größte historische Lagerhauskomplex der Welt eine ganz besondere Handschrift. Lichtkünstler Michael Batz lässt die Backsteinarchitektur in sanftem Licht erstrahlen. Die atmosphärisch beleuchtete Speicherstadt prägt das Hamburger Stadtbild. Treibende Kraft hinter der Illumination ist der Verein Licht-Kunst-Speicherstadt.

 

Das Lichtkunst-Projekt verbindet Kunst im öffentlichen Raum mit der einzigartigen Architektur des Quartiers. Mehr als tausend Strahler beleuchten mittlerweile Fleetbrücken und Mauerwerk, Giebel und Erker, Spitzdächer und Windenhauben. Die Illumination der Speicherstadt-Gebäude lässt die verspielte Architektur in den Fleeten spiegeln und gibt dem Backstein-Ensemble bei Nacht seinen ganz besonderen Charme. Der Lichtkünstler spricht von einem „Triumph des schwachen Lichtes“, bei dem es um die Vereinbarkeit von Ästhetik, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit geht. „Nachhaltigkeit ist uns ein ganz wesentliches Anliegen“, erklärt Batz. „Die Energieleistung für die gesamte Speicherstadt-Illumination entspricht der städtischen Beleuchtung der Straße Brooktorkai.“

Mittels modernster LED-Technik werden bereits mehrere markante Bauwerke wie das sogenannte Wasserschloss und die Brooksbrücke illuminiert. „Der feine und graphische Schattenwurf der neuartigen Illumination sorgt für eine räumlich-plastische Darstellung und eine Akzentuierung der charakteristischen Formen“, freut sich Batz. „Schon bei minimalem Energieeinsatz erhalten wir eine hohe Farbwiedergabe. Wir sind auf einem gutem Weg, die LED-Technik zum Standard in der Speicherstadt zu machen.“

 

Neue Unterstützer und Spender gesucht

Die illuminierte Speicherstadt ist eines der Wahrzeichen der Hansestadt geworden, ein „Investment in die Marke Hamburg und ein wichtiger Schritt bei der touristischen und gewerblichen Erschließung des Quartiers“, ergänzt Licht-Kunst-Geschäftsführer Rainer Nelde, der im Hauptberuf die Immobilienvermietung der HHLA leitet. Die Lichtinszenierungen im urbanen Raum betonen auf publikumswirksame Weise das besondere maritime Flair der denkmalgeschützten Speicherstadt.

 

„Jeder, der Hamburg einmal besucht hat, ist begeistert von der beleuchteten Speicherstadt. Aber die Illumination des Ensembles ist keine Selbstverständlichkeit und ein Lichtprojekt dieser Größenordnung nicht umsonst“, erklärt Dr. Roland Lappin, Vorstand des Licht-Kunst-Speicherstadt e.V. „Wir werben ständig um neue Unterstützer und Spender, um ein einzigartiges Stück Hamburg angemessen in Szene zu setzen.“ Gegründet wurde der Verein von engagierten Unternehmen und Privatpersonen in einer gemeinsamen Initiative mit dem Hamburger Senat. Die Finanzierung des gemeinnützigen Projekts erfolgte dabei ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge, Geld- und Sachspenden sowie Patenschaften.