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Erfolgsgeschichte Metrans

1991 nahm Metrans in Prag den Betrieb auf. Seither hat sich die HHLA-Bahntochter zum Marktführer für Containertransporte im Seehafenhinterlandverkehr mit Mittel-, Ost- und Südosteuropa entwickelt. Der Erfolg ist das Ergebnis einer vorausschauenden Strategie.


Ein voll beladener Containerzug aus Hamburg rollt in den Metrans-Terminal, der sich vor den Toren der Prager Südstadt erstreckt. Sofort beginnt ein Bahnkranfahrer in der Kanzel eines der fünf 26 Meter hohen und rund 80 Meter breiten Portalkräne, Container zu löschen. Einige sind für die tschechische Hauptstadt bestimmt, andere reisen auf Anschlusszügen weiter – etwa nach Pilsen oder Salzburg. Noch am selben Tag wird der Shuttlezug aus Hamburg mit Exportladung wieder Richtung Elbe aufbrechen. Die hohe Taktdichte der Shuttlezüge, die mit gleichbleibenden Wagengarnituren zwischen Seehafen- und Hub-Terminal pendeln, gehört zu den Erfolgsgeheimnissen von Metrans.

Dieses Hub-und-Shuttle-Prinzip spart Kosten, Energie sowie Rangierzeiten und steigert durch die hohe Frequenz der Verkehre die Zuverlässigkeit, die Flexibilität  und damit die Attraktivität für die Kunden. Für sie ist es zudem hilfreich, dass Metrans ein Rundum-sorglos-Paket anbietet: Die Kernleistung ist der Bahntransport, hinzu kommen diverse Dienstleistungen auf den Inlandterminals inklusive Zollabwicklung. Metrans organisiert aber auch den Vor- oder Nachlauf per Lkw.

Auf dem Terminal im Prager Stadtteil Uhrineves hat vor 25 Jahren alles angefangen.

Auf einem Terminal im Stadtteil Uhrineves fing vor 25 Jahren alles an. Im Oktober 1991 nahm die Anlage ihren Betrieb auf, im Februar 1992 traf der erste Containerzug aus Hamburg ein. Im Frühjahr 1991 war Metrans gegründet worden, um die damalige Tschechoslowakei an den Seehafen Hamburg anzubinden, denn bis dahin waren Containertransporte per Bahn nur innerhalb der ehemaligen Ostblockstaaten möglich gewesen. Die Verkehre zwischen Prag und Hamburg entwickelten sich so erfolgreich, dass bald weitere Verbindungen hinzukamen. „Der Erfolg von Metrans ist das Ergebnis einer vorausschauenden Idee, ihrer Umsetzung und der Partnerschaft mit der HHLA. Doch ebenso wichtig für den Erfolg unseres Unternehmens sind unsere treuen Kunden und unsere hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Jiri Samek, Vorstandsvorsitzender der Metrans a.s.. 

 
Radek Valda arbeitet als Techniker auf dem Metrans-Terminal Ceska Trebova.

Mittlerweile ist Metrans Marktführer für Containertransporte im Seehafenhinterlandverkehr mit Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Mehr als 300 Zugverbindungen pro Woche verkehren auf dem eng geknüpften Netzwerk der Metrans. Es reicht von den Niederlanden, Deutschland, Österreich und Italien bis nach Tschechien, Ungarn, Slowenien und in die Slowakei.

Insgesamt verfügen die HHLA-Bahntöchter Metrans und Polzug über 13 Terminals im Hinterland, von denen fünf als große Hub-Terminals fungieren. Im Netzwerk der Metrans ist Budapest der vierte und jüngste Hub nach Prag, Česká Třebová und Dunajska Streda. Von diesen Knotenpunkten aus werden Container mit eigenen Lokomotiven und Waggons sowohl im Seehafenhinterland- als auch zunehmend im Kontinentalverkehr transportiert.

In die eigenen Anlagen und das rollende Material hat die HHLA vor allem in den vergangenen Jahren massiv investiert und damit die Wertschöpfungstiefe deutlich erhöht. Dadurch stieg auch der Anteil des Segments Intermodal an den Umsatzerlösen des HHLA-Konzerns stark und erreichte 2016 bereits die 33-Prozent-Marke.

Von der Stärke der HHLA-Bahntöchter profitiert der Hamburger Hafen. Die guten, hochfrequenten und umweltschonenden Zugverbindungen mit Mittel-, Ost- und Südosteuropa binden Ladung an Hamburg, die sonst womöglich über einen Konkurrenzhafen befördert würde. So trägt das starke Metrans-Netz zur weiteren Entwicklung des größten Eisenbahnhafens Europas beträchtlich bei.