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Fragen und Antworten

zur verifizierten Brutto-Masse von Fracht-Containern (VGM)

Ab dem 1. Juli 2016 gelten veränderte SOLAS–Bestimmung für die Verifikation von Containergewichten (VGM). Wir beantworten einige Fragen, wie diese Anforderungen auf den Hamburger HHLA Container Terminals umgesetzt werden.

Informationsfluss

Wie wird der Terminal über das VGM informiert?

Die HHLA akzeptiert nur das vom Reeder benannte VGM. Es ist wird als einzige Quelle für die Stauplanung und Verladeprozesse genutzt.

Welche Wege werden für den Empfang des VGM von den HHLA Terminals akzeptiert?

Die HHLA nutzt die EDIFACT-Nachricht COPRAR Load. Es wird vorausgesetzt, dass die COPRAR Load Message, die der Terminal vom Reeder erhält, nur Informationen zu Containern beinhaltet, für die dem Reeder ein VGM vorliegen.


In Ausnahmefällen akzeptiert das Terminal VGM, die auf Papier, per Fax oder E-Mail geschickt wurden, wenn das Bruttogewicht eindeutig als VGM gekennzeichnet wurde.


Das VGM kann nicht durch andere Informationswege übermittelt werden.

Stellt die HHLA eine Bestätigung für den Empfang des VGM aus?

Nein, es gibt keine Bestätigung für den Empfang.

 

 

Anlieferung (Gate In) am Terminal

Werden Container ohne VGM vom Terminal akzeptiert?

Grundsätzlich akzeptieren die HHLA Container Terminals die Anlieferung von Containern ohne Angabe des VGM. Container ohne VGM können aber nicht bei der Stauplanung (BAPLIE) oder Verladung berücksichtigt werden.

Werden VGM von Truckern oder Bahngesellschaften akzeptiert?

Nein, die HHLA Container Terminals akzeptieren nur VGM, die vom Reeder bereitgestellt wurden.

Nimmt der Terminal eine Gegenprüfung des Bruttogewichts anhand verschiedener Quellen vor?

Nein, die HHLA Terminals werden das von der Reederei übermittelte VGM nicht gegenprüfen.


Die Terminals prüfen nur, ob das angegebene Bruttogewicht größer als das Taragewicht ist.

Versendet der Terminal das VGM in der CODECO / COARRI Message an die Reederei?

Nein, der Terminal wird das VGM nicht mit der EDIFACT Message COARRI / CODECO an den Reeder zurücksenden.

 

 

Vor der Verladung

Wird der Terminal das VGM von eingehenden Transshipment-Containern verarbeiten?

Nein, der Terminal wird dieses Gewicht nicht verarbeiten. Der Terminal wird ausschließlich das VGM nutzen, das durch die COPRAR Load vom Reeder gesendet wurde. Bei Transshipment erwartet der Terminal ebenfalls eine COPRAR Load vom Reeder für die Verladung auf das ausgehende Schiff.

Wird der Terminal das VGM aus einem BAPLIE-Dokument für die Weiterverladung nutzen?

Nein, BAPLIE-Dokumente werden dafür nicht ausgewertet.

Gibt es eine Deadline für die Übertragung des VGM?

Die Deadline für den Erhalt der COPRAR Load (mit VGM) liegt bei mindestens 24 Stunden vor Schiffsankunft.


Wenn sich das ETA verschiebt, verschiebt sich auch die Deadline. Danach beginnt der Stauplanungsprozess. Container, für die erst nach Ablauf der Deadline ein VGM an den Terminal gemeldet werden, können nicht mehr für die Stauplanung und Verladung berücksichtigt werden.

Wird der Terminal Container ohne VGM für die Stauplanung berücksichtigen?

Nein, ohne VGM keine Stauplanung.

Wann sollte der Carrier die COPRAR Load an den Terminal senden?

Der Terminal wird die letzte COPRAR Load Message vor der Deadline verarbeiten. Die COPRAR Load sollte also vor Ablauf der Deadline gesendet werden, am besten nur einmal.

Wie kann der Carrier ein “No Load” an den Terminal kommunizieren?

Die COPRAR Load darf keine Container ohne VGM enthalten.


Soll ein Container mit VGM doch nicht verladen werden, dann muss der Reeder den Terminal per Fax oder E-Mail informieren.

 

 

Container-Verwiegung am Terminal

Wird die HHLA eine Verwiegung an den Terminals anbieten?

Am CTA und CTB können einzelne Container verwogen werden. Allerdings nur in Ausnahmefällen, denn die Kapazitäten sind aus Platz- und Prozessgründen begrenzt. Die dafür anfallenden Kosten können im HHLA-Kaitarif eingesehen werden.

Wird die HHLA ein VGM für einen Container, welches am Terminal ermittelt wurde, per EDIFACT Nachricht (z.B. VERMAS) an den Kunden aufgeben?

Nein, der Terminal wird die Wiegenote schriftlich (z.B. Fax, E-Mail) aufgeben.

An wen wird der Terminal das VGM für Container, die am Terminal gewogen wurden, aufgeben?

Der Terminal wird das Gewicht nur an denjenigen aufgeben, der die Verwiegung am Terminal beauftragt hat.

Wem wird eine Verwiegung am Terminal berechnet?

Der Terminal wird die Verwiegung demjenigen berechnen, der die Verwiegung beauftragt hat.

Wie teuer ist eine Verwiegung am Terminal?

Die Berechnung erfolgt gemäß Kaitarif: Abschnitt VIII, Punkt (4): Wiegen von Containern

 

 

Änderung von EDIFACT Nachrichten

Werden für den Austausch von Informationen zwischen Reeder und Terminal genutzte EDIFACT Nachrichten angepasst um den MIG der SMDG zur VGM zu entsprechen?

Die HHLA plant keine Änderung der derzeit genutzten EDIFACT-Nachrichten.

Welche Informationen, die das VGM betreffen, benötigt der Terminal?

Der Terminal benötigt die COPRAR Load, welche ausschließlich Container mit VGM beinhaltet.

Welche BAPLIE Versionen werden von den Terminalsystemen unterstützt?

BAPLIE Versionen 1.5 und 2.0

 

 

Zeitplan für die Einführung bei der HHLA

Wie sieht der Zeitplan für die Implementierung der neuen SOLAS-Bestimmung aus?

Die Anpassungen, die für die Umsetzung der Anforderungen aus der neuen SOLAS-Bestimmung nötig sind, werden derzeit vorgenommen.


Ab Mitte Juni 2016 werden die Anpassungen Terminal für Terminal umgesetzt. Ab diesem Zeitpunkt werden die HHLA Container Terminals gemäß der SOLAS Bestimmungen arbeiten. Den genauen Zeitpunkt der Inbetriebnahme je Terminal werden wir rechtzeitig bekannt geben.

Bietet die HHLA ihren Kunden eine Testphase?

Da die EDIFACT-Nachrichten nicht angepasst werden, sind keine Tests erforderlich bzw. möglich.