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/ 18.07.2017

Der Möglichmacher

Ohne Zusammenarbeit geht bei Arne Wagner (39) gar nichts. Als Ressourcenplaner im Leitstand des HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA) muss er sich mit Kunden und Kollegen eng abstimmen und flexibel reagieren können.

Zügig fährt der Lift in die oberste Etage, die Fahrstuhltüren öffnen sich. Mit wenigen Schritten durchquert Arne Wagner den Flur des Bürogebäudes am CTA. Ein leises „Piep“ ertönt, als er mit seinem Mitarbeiterausweis den gesicherten Bereich betritt. Der Raum ist lichtdurchflutet. Die großen Fensterfronten des Leitstandes bieten einen guten Blick über das gesamte Gelände des Terminals.

Hier, im CTA-Leitstand, arbeiten Arne Wagner und weitere zehn Kollegen pro Schicht. Mit drei Schichten wird der gesamte Tag abgedeckt, und zwar an 360 Tagen im Jahr. Seit drei Jahren ist der 39-Jährige Wagner als Ressourcenplaner und Schichtleiter für die HHLA im Einsatz. Zu seinen Aufgaben gehört es, Mitarbeiter zu bestellen, die zur Abfertigung der Schiffe gebraucht werden.

„Eine Brückenbesatzung bezeichnen wir dabei als Gang“, erklärt der studierte Logistiker. „Wie viele Gänge wir pro Schiff benötigen, ist davon abhängig, wie schnell ein Schiff fertig sein muss, welche Brücken zur Verfügung stehen und wie viel Ladung abzufertigen ist.“

Geplant wird fünf Tage im Voraus. Neben guter Planung spielt auch Flexibilität eine große Rolle. „Kommt beispielsweise ein Schiff zu spät, müssen wir reagieren und versuchen, die bestellten Gänge bei anderen Schiffen einzusetzen“, sagt Wagner. „Dazu bedarf es der engen Abstimmung mit anderen Terminals, den zuständigen Agenten und meinen Kollegen in und außerhalb des Leitstands. „Ohne Zusammenarbeit geht bei uns gar nichts.“

Um die Liegeplätze auf die Schiffsankünfte vorzubereiten, muss Wagner auch die Geräte koordinieren, die zur Abfertigung der Schiffe eingesetzt werden sollen. Wenn es trotz bester Planung einmal zu Verzögerungen oder zu Ausfällen bei der Technik kommt, dann braucht Wagner schnelle Lösungen. Alternativen also, mit denen Container gelöscht oder geladen werden können. Schiffe, das heißt Kunden, lassen sie hier nämlich nur äußerst ungern warten.

Wagner und seine Kollegen müssen aber stets auch die eigene Anlage im Blick behalten. „Wenn wir uns zum Beispiel nur Container vom Schiff ins Lager stellen und nicht gleichzeitig auch welche in umgekehrter Richtung ausliefern, dann kann das Lösch-Lade-Verhältnis aus dem Gleichgewicht geraten“, so Wagner. „Unsere Aufgabe ist es, hier die Balance zu halten.“ Der Containerterminal Altenwerder muss schließlich „am Laufen bleiben“, sagt er.