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/ 14.06.2017

Der Unermüdliche

Wenn Peter Kiss (39) etwas anpackt, dann mit vollem Einsatz. Wenn es sein muss, sucht der Vorstandsvorsitzende von Metrans Danubia a.s. auch 14 Jahre lang nach dem perfekten Standort für einen Container-Bahn-Terminal.

Budapest reizte ihn schon lange: 14 Jahre lang suchte Peter Kiss den perfekten Standort für einen Container-Bahn-Terminal in der ungarischen Hauptstadt. Budapest ist mit rund 1,7 Millionen Einwohnern ein wichtiger Industrie- und Konsumstandort und liegt an einem bedeutenden Knotenpunkt europäischer Verkehrskorridore zwischen Nordeuropas Seehäfen, den Mittelmeerhäfen und ihrem jeweiligen Hinterland. 2013 war es schließlich so weit: Kiss hatte den idealen Standort im Budapester Stadtteil Csepel gefunden. Und am 14. Juni 2017 wurde der neueste Metrans-Terminal feierlich eröffnet.

„Diese Containerdrehscheibe verfügt über eine hervorragende Bahnanbindung inklusive eigenem Rangierbahnhof. Zudem ist der Terminal gut an den nahe gelegenen Budapester Autobahnring angeschlossen. Das ist wichtig, damit Container einfach und schnell per Lkw  angeliefert oder abgeholt werden können“, sagt Kiss. „Von Bedeutung war für uns aber auch, dass die Fläche ausreichend groß genug ist für eine effiziente Ganzzug-Abfertigung auf sechs Gleisen. Und wir wollten hier zudem alle wichtigen Dienstleistungen rund um den Container inklusive der Reparatur unterbringen“, fährt er fort und ergänzt: „Dank seiner Lage direkt an der Donau können wir den Terminal perspektivisch sogar trimodal ausbauen und dann auch Binnenschiffe abfertigen.“

Für Kiss, seit 1999 Vorstandsvorsitzender von Metrans Danubia a.s., ist der Terminal eine perfekte Erweiterung des wachsenden Netzwerks der HHLA-Bahntochter Metrans. Bereits am 2. Januar 2017 startete der Testbetrieb in Budapest. Inzwischen werden hier bereits 14 Zugpaare pro Woche abgefertigt. Auf das, was seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Bau und der Inbetriebnahme der Anlage geleistet haben, ist Kiss stolz.

Der 39-jährige Slowake, der berufsbegleitend ein Volkswirtschaftsstudium absolviert hat, kennt sich nicht nur bis ins Detail mit seinem Geschäft aus, sondern packt auch selbst mit an. Schon als er im Herbst 1999 bei der HHLA-Tochter Metrans begann, manövrierte er bei Bedarf am Standort Dunajska Streda in der Slowakei den Reachstacker über den Terminal und lud damit Container auf Lkws und Züge – mit entsprechendem Patent natürlich. 

Seither ist viel geschehen: Der damalige Terminal in Dunajska Streda wurde 2007 durch einen modernen Hub-Terminal ersetzt. Und Kiss ist mittlerweile für die HHLA-Intermodal-Aktivitäten der Metrans in Italien, Österreich, der Slowakei, Slowenien und Ungarn verantwortlich.

Die Begeisterung, die er empfand, als im Oktober 1999 der erste Container vom ersten Zug am Terminal in Dunajska Streda gelöscht wurde, hat er sich bewahrt. Er ist ein Unermüdlicher. Das Erfolgsrezept von Metrans besteht für ihn darin, dass das Unternehmen Know-how, Netzwerk, Hardware und Software kontinuierlich verfeinert, um die Transportkette zwischen Seehafenterminal und Endkunde konsequent weiter zu optimieren. Für Kiss geht das nur mit vollem Einsatz und mit motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.