Kreativer Arbeitsweg

Sönke Witt arbeitet meist in einem Büro auf dem Burchardkai, mitten im Hafen. Wie schafft er es, jeden Tag ohne Auto dorthin zu kommen?

Die Containerterminals mitten im Hamburger Hafen lassen sich mit Buslinien wie der 151 oder 152 erreichen, die allerdings selten fahren und auch mal im Stau stehen. Besser geht es mit kreativen Lösungen, zum Beispiel durch die Kombination von S-Bahn und Fahrrad. Zu empfehlen ist dafür die Hadag-Fähre 61, deren zehn tägliche Abfahrten auch in Zusammenarbeit mit der HHLA optimiert wurden. Sönke Witt hat als ÖPNV-Nutzers ein Protokoll über die Vor- und Nachteile der Fähre geschrieben.

„Ich verlasse morgens um 8:00 Uhr unsere Wohnung in Altona Altstadt und fahre meinen Sohn zur Kita. Danach mache ich mich auf den Weg zum Fähranleger Dockland und steige Punkt 8:37 Uhr mit meinem Rad auf die Fähre 61 (Fähren sind fast immer pünktlich). Nach ungefähr 15 Minuten steige ich am Anleger Waltershof aus, schwinge mich auf’s Fahrrad und bin um kurz vor 9:00 Uhr am Arbeitsplatz auf dem Burchardkai.

Auch Termine in der Speicherstadt, wo die Konzernzentrale der HHLA liegt, oder anderswo in der Innenstadt versuche ich mit Fahrrad und Fähre zu erreichen. Ich habe festgestellt, dass ich genauso schnell bei solchen Terminen bin wie mit dem Pkw. Zumindest dann, wenn man Zusatzzeiten wie Parkplatzsuche, Fußweg zum Termin oder ähnliches mit einrechnet. Darüber hinaus erlaubt dieser Modal-Split genau planbare Fahrtzeiten, denn man kann sich auf die Fähren verlassen und steht mit dem Fahrrad nie im Stau. Größtes Manko ist für mich die zu geringe Abfahrtsdichte der Fährline 61, die es oft unmöglich macht, meine Termine danach auszurichten.

Mein Fazit lautet: Der Arbeitsweg mit Fahrrad und Fähre ist absolut planbar, es dauert nicht länger als mit dem Pkw. Ich fahre eigentlich jeden Tag so, außer bei Glatteis. Zusätzlich bekomme ich täglich eine Dosis frische Luft!“