25.02.2026

HHLA Immobilien schließt Neubau und Sanierung der Maschinenzentralstation in der Speicherstadt ab

HHLA Immobilien setzt im UNESCO-Welterbe einen städtebaulichen Akzent mit der Fertigstellung der sanierten und um einen Neubau erweiterten „Maschinenzentralstation“ im Block M28a am Sandtorkai. Die Eröffnung des Restaurants „Chefs Warehouse Hamburg“ bereichert zudem ab sofort das öffentliche Erlebnis in der Speicherstadt.

Seit 2022 liefen die Bauarbeiten für die aufwendige Sanierung und den Neubau der ehemaligen Maschinenzentralstation der Speicherstadt. HHLA Immobilien hat die Bauarbeiten nun erfolgreich abgeschlossen. Das Projekt umfasste sowohl die denkmalgerechte Sanierung als auch einen sorgsam integrierten Neubau – den einzigen Neubau innerhalb des UNESCO‑Welterbes Speicherstadt. Mit der Fertigstellung schließt die HHLA eine markante bauliche Lücke im Quartier und stärkt damit die städtebauliche Gesamterscheinung des historischen Lagerhausensembles.

Die Maschinenzentralstation, die einst als Energiequelle der Speicherstadt diente, wurde unter Wahrung der kulturhistorischen Substanz umfassend revitalisiert. Der Neubau fügt sich architektonisch in die historische Backsteinlandschaft ein und erfüllt zugleich moderne Anforderungen an Nachhaltigkeit, Nutzung und Aufenthaltsqualität.

Rainer Schluff, technischer Geschäftsführer von HHLA Immobilien: „Mit der Fertigstellung der Maschinenzentralstation schließen wir nicht nur eine städtebauliche Lücke in der Speicherstadt, sondern öffnen zugleich ein Stück Geschichte für alle Hamburgerinnen, Hamburger und Gäste unserer Stadt. Der behutsame Umgang mit dem Erbe der Speicherstadt und die Integration eines zeitgemäßen gastronomischen Angebots zeigen, wie lebendige Projektentwicklung im Denkmal heute aussehen kann.“

Ein Highlight des neuen Erdgeschosses ist die Eröffnung des Chefs Warehouse Hamburg, ein international renommiertes gastronomisches Konzept. Mit dem Restaurant wird das Gebäude erstmals in seiner Geschichte für eine breite Öffentlichkeit zugänglich und erlebbar. Besucherinnen und Besucher erhalten so die Möglichkeit, die Atmosphäre und Architektur dieses einzigartigen Ortes unmittelbar zu erfahren, während sie sich kulinarisch verwöhnen lassen. Das Restaurant öffnet ab dem 27. Februar 2026 – Reservierungen können über folgenden Link erfolgen: www.chefswarehouse.de

Lina Koch, Geschäftsführerin und Gesellschafterin bei Chefs Warehouse Hamburg: „Die Speicherstadt ist kein Ort für Beliebigkeit. Uns war bewusst, dass wir hier nicht einfach ein Restaurant eröffnen, sondern Verantwortung übernehmen. Mit Chefs Warehouse verbinden wir die Substanz dieses Gebäudes mit einer internationalen Küche, die handwerklich präzise und kompromisslos im Anspruch ist. Wir wollen diesen Ort mit Leben füllen – und ihn zugleich in seiner Würde bewahren.“

Über das historische Kraftwerk der Speicherstadt

Mit einer Leistung von über 1.000 PS pumpten die Dampfmaschinen der ehemaligen Maschinenzentralstation Wasser durch ein 15 Kilometer langes Rohrsystem in der Speicherstadt. Auf diese Weise wurden die Winden betrieben, die Waren von den Schuten hochzogen und nach der Veredelung auf den Speicherböden auf der Straßenseite wieder auf Karren herabließen. Auch Strom wurde mit Dampf-Dynamos erzeugt und floss zuverlässig in die Speicherböden. Bis 1909 verdreifachte sich die Leistung der Maschinen auf 3.140 PS.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäudeensemble jedoch so schwer beschädigt, dass sich der Wiederaufbau der Maschinenzentralstation in der Nachkriegszeit als unwirtschaftlich darstellte. Die Energieversorgung der Speicherstadt wurde auf die dezentrale Versorgung durch die Stadtwerke umgestellt. Im Jahr 2000 wurde mit dem Kesselhaus bereits der erste Teil des Ensembles von dem Hamburger Architekturbüro gmp saniert. 80 Jahre nach der Zerstörung steht die Maschinenzentralstation nun der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung.

Über HHLA Immobilien

Als Teil der Hamburger Hafen und Logistik AG ist HHLA Immobilien für das Gebäudemanagement und die Quartiersentwicklung verantwortlich. Gegründet 1885 für den Bau der Hamburger Speicherstadt bewirtschaftet die HHLA bis heute mit ihrem Segment Immobilien das historisch einmalige Backstein-Ensemble, hat sein Portfolio jedoch um das Hamburger Fischereihafenareal und zahlreiche Gewerbe- und Logistikobjekte im Hafengebiet erweitert. In der Speicherstadt liegt der Fokus auf einem behutsamen Strukturwandel und einer nachhaltigen Weiterentwicklung des UNESCO-Welterbes. Durch das intelligente Quartiersmanagement der HHLA hat sich die Speicherstadt vom einst größten Lagerhauskomplex der Welt zum lebendigen, innerstädtischen Quartier entwickelt.

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