23.01.2026
Innovationssprung im Hamburger Hafen: Neue Containerbrücken am CTA
Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) setzt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur automatisierten Containerabfertigung im Hamburger Hafen: Am HHLA Container Terminal Altenwerder (CTA) stehen die ersten ferngesteuerten Containerbrücken kurz vor der Inbetriebnahme.

Im Februar sollen die ersten drei ferngesteuerten Containerbrücken am CTA vollständig in den Terminalbetrieb integriert werden. Bis 2030 werden alle 14 Containerbrücken am CTA durch hochautomatisierte Modelle ersetzt. Die Lieferung der nächsten drei Modelle wird im April 2026 erwartet. Über den aktuellen Projektstand und die nächsten Schritte informierten HHLA-CEO Jeroen Eijsink und Hamburgs Wirtschaftssenatorin, Dr. Melanie Leonhard, vor Ort am CTA.
Jeroen Eijsink, CEO der HHLA: „Mit dieser Investition stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Anlagen und schaffen die Grundlage für effiziente und zukunftssichere Prozesse. Gleichzeitig begleiten wir die technische Weiterentwicklung mit umfassenden Qualifizierungsmaßnahmen, damit unsere Beschäftigten die neuen Technologien erfolgreich in den Betrieb integrieren können. So verbinden wir Innovation mit Verantwortung und sichern zuverlässige Leistungen für unsere Kunden.“
Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Soziales: „Um Deutschlands größten Hafen fit für die Zukunft zu machen, schaffen wir die Voraussetzungen für eine moderne Infrastruktur und zeitgemäße Abläufe. Die Automatisierung zählt wesentlich dazu, da sie die Effizienz und Leistungsfähigkeit nachhaltig erhöht. Zugleich verändern sich Berufsbilder und die Arbeit im Hafen entwickelt sich mit dem technischen Fortschritt. Kontinuierliche Aus- und Weiterbildung sowie die Qualifizierung der Beschäftigten sind also entscheidend, um vom Wandel der Arbeitswelt zu profitieren. Daran arbeiten wir gemeinsam mit allen Akteuren.“
Die neuen Brücken wurden im Dezember 2024 teilmontiert per Spezialschiff nach Hamburg geliefert, am CTA aufgebaut und seit Ende des Jahres 2025 intensiv getestet. Sie erreichen eine Höhe von bis zu 120 Metern und eine Auslegerlänge von rund 146 Metern. Somit sind sie in der Lage, Schiffe mit bis zu 16.000 TEU abzufertigen. Automatisierte Abläufe beim Be- und Entladen sowie ein OCR-System zur digitalen Containererfassung sorgen für schnellere Prozesse und eine nahtlose Datenintegration. Eine weitere Besonderheit der Containerbrücken: Ihre Steuerung erfolgt vollständig aus der Ferne. Die bisherigen Brückenfahrerinnen und -fahrer wurden dafür gezielt weiterqualifiziert und übernehmen ihre Aufgaben künftig als Fernsteuerer aus dem Bürogebäude.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist daher die Qualifizierung der Mitarbeitenden. Im Rahmen des Projektes DigiRemote2030 sorgt ein Simulator für die Ausbildung in einer realitätsnahen Umgebung. Diese Ausbildung haben bereits rund 70 Containerbrückenfahrerinnen und Containerbrückenfahrer erfolgreich abgeschlossen. Neben den Fernsteuerern werden auch die an den Containerbrücken eingesetzten Einweiser, Aufsichten und Lascher weiterqualifiziert, da sich die Prozesse durch die Automatisierung verändern.
Auch an anderen Standorten treibt die HHLA die Automatisierung konsequent voran: Am Container Terminal Burchardkai wurden bereits erste Großschiffe mithilfe von Automated Guided Vehicles (AGVs) abgefertigt. Bis Mitte des Jahres soll die Umstellung auf den automatisierten Containertransport an der Wasserseite dort vollständig umgesetzt sein.
Daten & Fakten
| Gesamthöhe abgetoppt | 80 Meter |
| Gesamthöhe aufgetoppt | 120 Meter |
| Gewicht | 1.650 Tonnen je Brücke |
| Ausleger | 146 Meter Gesamtlänge |
| Spannweite / Schiffsbreite | 22 Containerreihen nebeneinander |
| Maximale Nutzlast | 80 Tonnen |
| Hubhöhe | 42,5 Meter |
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Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard und Jeroen Eijsink (CEO der HHLA) am Container Terminal Altenwerder (CTA).
