16.12.2022

Deutschland kann zum Vorreiter der Drohnenwirtschaft werden

Lars Neumann, Direktor Logistik bei der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), hat sich anlässlich eines Parlamentarischen Abends am 15. Dezember in Berlin für zügige Regulierung von U-Spaces ausgesprochen: „Wenn Industrie, Wissenschaft und Politik gemeinsam agieren, können Drohnen zum Game-Changer werden und ganz neue wirtschaftliche Dynamiken auslösen.“

Schon heute ist in Deutschland eine weltweit führende Drohnen- und Technologieexpertise vorhanden. Damit die deutsche Drohnenwirtschaft auch international wettbewerbsfähig wird, bedarf es jedoch weiterer politischer und regulatorischer Weichenstellungen.

„Der Standort Deutschland gehört bei der Drohnentechnologie derzeit dank innovativer Unternehmen wie HHLA Sky zu den Vorreitern und kann in besonderer Weise von U-Spaces profitieren“, sagte Lars Neumann, Direktor Logistik bei der HHLA. „Wenn Industrie, Wissenschaft und Politik hier weiter gemeinsam agieren, können Drohnen zum Game-Changer werden und ganz neue wirtschaftliche Dynamiken auslösen. Wir haben jetzt die Möglichkeit, eine weltweite Vorreiterrolle zu übernehmen.“

U-Spaces gewährleisten den sicheren und effizienten Einsatz von Drohnen in einem definierten geographischen Gebiet, auch in Kombination mit der bemannten Luftfahrt. Es geht um strategisches Konfliktmanagement, das die Freigabe von Flügen plant und die Luftverkehrsteilnehmer gegenseitig sichtbar macht. Neumann betont, dass U-Spaces das Wachstum der noch jungen, aber hoch-innovativen Drohnenwirtschaft fördern, die Luftfahrt sicherer machen und die gesellschaftliche Akzeptanz für unbemanntes Fliegen erhöhen können. Bei der anstehenden gesetzlichen Regulierung könne viel von den Projekten UDVeo und LUV gelernt werden, die vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert wurden.

Lars Neumann, Direktor Logistik bei der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA)

Für die Drohnen­wirtschaft schafft insbesondere die urbane Vielfalt Hamburgs mit Hafen und Flughafen, den unterschiedlichen Transporttrassen sowie angrenzenden Agrarflächen ein herausforderndes Umfeld zur Erprobung. Unter diesen Bedingungen wurde bereits das Management eines sogenannten U-Space für die Zukunft praktisch ausprobiert.

„Für einen so neuartigen Bereich wie U-Spaces und das unbemannte Fliegen werden Experimentier­räume benötigt, in denen Technologien und Anwendungs­fälle sicher erprobt und weiterentwickelt werden können. Der Hamburger Hafen ist dafür prädestiniert,“ so Neumann weiter.  

Hamburg hat sich in den letzten Jahren – auch durch die aktive Unterstützung durch Bundesministerien und den Hamburger Senat – zu einem Zentrum der unbemannten Luftfahrt entwickelt. Die Zusammen­arbeit zahlreicher innovativer Unternehmen wie HHLA Sky in verschiedenen Projekten, Reallaboren und Initiativen (z.B. UDVeo oder LUV) hat ein national einzigartiges und auch international führendes Ökosystem entstehen lassen.

Wie U-Spaces koordiniert werden können, erklärt HHLA Sky Mitarbeiter Sebastian Törsleff im Interview:

Europäische U-Space Verordnung: ein Vorschlag zur Umsetzung