22.06.2026

Dreifache Auszeichnung für klimaneutrales Forschungsprojekt in der Hamburger Speicherstadt

Ein Forschungsprojekt zur klimaneutralen Energieversorgung der denkmalgeschützten Hamburger Speicherstadt ist im Rahmen der Sustainability Challenge 2026 der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) dreifach ausgezeichnet worden. Der sogenannte Forschungsspeicher im Speicherblock H erhielt den Preis in der Kategorie „Forschung“, den Sonderpreis „Klimaschutz“ sowie den Publikumspreis.

Die DGNB prämiert jährlich Projekte aus der Bau- und Immobilienwirtschaft, die in besonderer Weise zur nachhaltigen Transformation beitragen. Aus rund 130 Einreichungen schaffte es das Vorhaben aus der Speicherstadt ins Finale und überzeugte dort sowohl die Fachjury als auch die Öffentlichkeit. Gleich drei Mal betrat das Team des „CO2-neutralen Welterbes Speicherstadt Hamburg“ die Bühne bei der Preisverleihung am 17. Juni 2026. Das Projekt belegte nicht nur den ersten Platz in der Kategorie „Forschung“ und erhielt einen von zwei Sonderpreisen Klima. Es durfte auch den Publikumspreis entgegennehmen. Dieser wird zu gleichen Teilen aus einem Online-Voting im Vorfeld sowie einer Live-Abstimmung beim DGNB-Tag der Nachhaltigkeit ermittelt.

Im Mittelpunkt des ausgezeichneten Projekts steht die Frage, wie historische, denkmalgeschützte Gebäude künftig mit lokal gewonnener, klimaneutraler Energie versorgt werden können. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Harald Garrecht (Universität Stuttgart, Institut für Werkstoffe im Bauwesen) wurde dazu in den vergangenen Jahren ein technischer Ansatz erprobt, der auf die Nutzung von Umweltwärme setzt.

Die praktischen Ergebnisse wurden im vergangenen Winter sichtbar: Die Forschungswerkstatt im Block H konnte über einen Zeitraum von mehr als fünf Wochen bei durchgehend frostigen Temperaturen zuverlässig beheizt werden – allein durch die vom Dach gewonnene Wärme. Das Projekt liefert damit konkrete Hinweise darauf, wie sich auch im sensiblen Kontext eines UNESCO-Welterbes innovative Energiekonzepte umsetzen lassen.

„Uns freut besonders, dass sowohl die Fachjury als auch die Öffentlichkeit das Projekt ausgezeichnet haben. Das zeigt das diese Ansätze für die Zukunft historischer Stadtquartiere absolut relevant sind“, sagt Peter Modlich, Projektleiter des Forschungsprojektes bei HHLA Immobilien.

„Die Speicherstadt ist seit 140 Jahren ein faszinierendes Quartier. Die stetige Sanierung der Blöcke schont massiv Ressourcen. Wenn durch dieses Projekt nun auch noch die Emissionen des Betriebs reduziert werden, wird die Speicherstadt auf dem Fundament ihrer Historie fit für die Zukunft gemacht“, sagt Danny Maskow, Quartiersmanager der Speicherstadt.

HHLA Immobilien ist Projektgeber – und koordinator des Forschungsprojektes. Beteiligt sind neben der Universität Stuttgart unter anderem die RWTH Aachen University, die HafenCity Universität Hamburg (HCU), die Behörde für Kultur und Medien sowie die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) sowie zahlreiche weitere Partner aus Forschung und Praxis. Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Dieses Projekt fügt sich in die gesamthafte Quartiersentwicklung der Speicherstadt ein. Sie wird erfolgreich in die Zukunft geführt und als das facettenreiche Gewerbequartier entwickelt, das sie bereits seit 140 Jahren ist. Die Sanierung der Speicherstadt schont Ressourcen, erhält Bauhistorie und erschafft einmalige Arbeitswelten.

 

Über HHLA Immobilien

Als Teil der Hamburger Hafen und Logistik AG ist HHLA Immobilien für das Gebäudemanagement und die Quartiersentwicklung verantwortlich. Gegründet 1885 für den Bau der Hamburger Speicherstadt bewirtschaftet die HHLA bis heute mit ihrem Segment Immobilien das historisch einmalige Backstein-Ensemble, hat sein Portfolio jedoch um das Hamburger Fischereihafenareal und zahlreiche Gewerbe- und Logistikobjekte im Hafengebiet erweitert. In der Speicherstadt liegt der Fokus auf einem behutsamen Strukturwandel und einer nachhaltigen Weiterentwicklung des UNESCO-Welterbes. Durch das intelligente Quartiersmanagement der HHLA hat sich die Speicherstadt vom einst größten Lagerhauskomplex der Welt zum lebendigen, innerstädtischen Quartier entwickelt.

Weitere Informationen dazu unter www.hhla.de/klimaspeicher