12.01.2026

RINA und HPC gewinnen OSZE-Ausschreibung für das Projekt „Förderung grüner Häfen und Konnektivität in der Kaspischen Region”

RINA, ein weltweit tätiger Beratungs-, Inspektions- und Zertifizierungskonzern, und HPC Hamburg Port Consulting (HPC), ein führendes Beratungsunternehmen für Häfen, Terminals und Hinterlandlogistik mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen nachhaltige Digitalisierung und intermodaler Schienenverkehr, haben einen Fünfjahresvertrag für das Projekt „Förderung grüner Häfen und Konnektivität in der Kaspischen Region” der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) erhalten.

Das Büro des Koordinators für wirtschaftliche und ökologische Aktivitäten der OSZE (OCEEA) hat das Projekt für grüne Häfen ins Leben gerufen, zu denen Baku in Aserbaidschan, Aktau und Kuryk in Kasachstan, Turkmenbashi in Turkmenistan und Batumi in Georgien gehören. Die Häfen im Kaspischen und im Schwarzen Meer sollen dabei unterstützt werden, die steigende Transitnachfrage zu bewältigen und gleichzeitig ihre Nachhaltigkeit zu verbessern. Das Projekt zielt darauf ab, die Umweltbelastung durch den Verkehr zu verringern, indem erneuerbare Energien genutzt, die Energieeffizienz verbessert, digitale Innovationen und Konnektivitätstechnologien gefördert und Klimaschutzmaßnahmen vorangetrieben werden. Darüber hinaus enthält das Projekt eine spezielle Komponente zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter, da die Stärkung der Rolle von Frauen in Hafenbetrieben ein Nischenbereich mit transformativem Potenzial ist.

Ein umfassender Rahmen für eine nachhaltige Hafenentwicklung

Phase III baut auf den Ergebnissen der vorangegangenen Phasen auf und führt einen Rahmen mit fünf Säulen ein. Adressiert werden die Integration erneuerbarer Energien, Klimaresilienz, digitale Überwachungssysteme, Gleichstellung der Geschlechter und Ausbildung - verstärkt durch regionale Zusammenarbeit. Im Rahmen des fünfjährigen Programms werden RINA und HPC die OSZE dabei unterstützen, für jeden Hafen maßgeschneiderte Analysen und Aktionspläne zur Förderung eines kohlenstoffarmen Betriebs und zur Umweltüberwachung bereitzustellen. Zusätzlich werden technische Spezifikationen für Pilotinvestitionen sowie Maßnahmen zur institutionellen Stärkung entwickelt.

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören Machbarkeitsstudien zu erneuerbaren Energien und Klimaanpassung, die Konzeption von Umweltüberwachungs- und digitalen Systemen, die Umsetzung geschlechtergerechter Strategien und ein Schulungsprogramm, das Online-Kurse mit einer Studienreise zu führenden europäischen Häfen kombiniert. Durch die Koordinierung dieser Aktivitäten in mehreren Ländern fördert das Projekt die Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan, Kasachstan, Turkmenistan und Georgien. Das trägt dazu bei, die nationalen Hafenstrategien aufeinander abzustimmen und die Widerstandsfähigkeit im gesamten Mittleren Korridor zu stärken.

Perspektiven der Partner

OSZE-Vertreterin Giulia Manconi – „Die OSZE setzt sich für die Förderung von Nachhaltigkeit, Konnektivität und Sicherheit in der Kaspischen Region und darüber hinaus ein. Mit dieser neuen Phase unterstützen wir fünf wichtige Häfen dabei, die langfristige Nachhaltigkeit, Funktionsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit der Handels- und Transportverbindungen zwischen Zentralasien und Europa zu sichern, unter anderem durch die Umsetzung konkreter Lösungen im Bereich erneuerbare Energien und Klimaresilienz bei gleichzeitiger Förderung digitaler Innovation und Inklusion. Die Partnerschaft mit RINA und HPC erleichtert den Regionen übergreifenden Wissensaustausch und hilft uns, führendes technisches Know-how und internationale Best Practices zur Unterstützung einer nachhaltigen Konnektivität einzubringen.“

Cristina Migliaro, Leiterin Advisory & Consulting Engineering Project Management bei RINA – „Die Unterstützung der Green Ports-Initiative der OSZE ist eine Gelegenheit, unser Fachwissen in den Bereichen Ingenieurwesen, Zertifizierung und Nachhaltigkeit in konkrete Ergebnisse umzusetzen. Durch die Kombination von technischer Innovation mit unserer Erfahrung in Projekten zur Energiewende wollen wir den Häfen am Kaspischen und Schwarzen Meer helfen, nachhaltiger zu arbeiten und sich auf die kommende grüne, maritime Infrastruktur vorzubereiten.“

Frank Busse, Partner und Vizepräsident Europa bei HPC – „Mit dieser Zusammenarbeit möchte HPC lokale Hafenbehörden und Interessengruppen in die Lage versetzen, fundierte und nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Unser Fokus liegt auf praktischen digitalen und betrieblichen Verbesserungen. Wir wollen einen echten Mehrwert für die Häfen und für die Menschen schaffen, die in der Region arbeiten. In enger Zusammenarbeit mit RINA und der OSZE wollen wir globales Fachwissen in lokale Wirkung im gesamten Mittleren Korridor umsetzen.“

Langfristige Auswirkungen und regionale Zusammenarbeit

Bis zum Ende des Projekts werden die Häfen Roadmaps für den Klima- und Energiewandel haben. Sie bekommen Zugang zu technischen Entwürfen für Pilotprojekte und zu institutionellen Kapazitäten, die eine Umsetzung nachhaltigen Hafenmanagements ermöglichen. Das Projekt wird auch eine länderübergreifende Kooperationsplattform zwischen den teilnehmenden Häfen einrichten, um Wissen auszutauschen und sicherzustellen, dass die grüne und digitale Transformation ein gemeinsames regionales Ziel bleibt.

Über die OSZE
Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ist die größte regionale Sicherheitsorganisation der Welt und umfasst 57 Teilnehmerstaaten in Europa, Nordamerika und Zentralasien. Durch ihre drei Dimensionen der Sicherheit – politisch-militärisch, wirtschaftlich-ökologisch und menschlich – fördert die OSZE Stabilität, Frieden und Demokratie. Die OCEEA setzt sich für die Stärkung von Sicherheit und Stabilität ein, indem sie die internationale Zusammenarbeit in Wirtschafts- und Umweltfragen fördert. Das Projekt „Grüne Häfen” ist Teil der Bemühungen der OSZE, nachhaltige Konnektivität und Energieeffizienz in der Kaspischen Region und darüber hinaus zu unterstützen und damit zu mehreren Zielen für nachhaltige Entwicklung beizutragen.

Über RINA
RINA, ein führendes Zertifizierungs- und Ingenieurunternehmen, bietet eine breite Palette von Dienstleistungen in den Bereichen Energie, Schifffahrt, Infrastruktur und Mobilität, Zertifizierung, Industrie und Immobilien. Im Dezember 2023 trat neben dem Mehrheitsaktionär Registro Italiano Navale auch Fondo Italiano d'Investimento SGR in die Aktionärsstruktur ein und leitete eine Gruppe von Co-Investoren. Mit einem Umsatz von 915 Millionen Euro im Jahr 2024, über 6.600 Mitarbeitern und 200 Niederlassungen in 70 Ländern weltweit ist RINA Mitglied wichtiger internationaler Organisationen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung neuer gesetzlicher Standards.

Über HPC
HPC Hamburg Port Consulting wurde 1976 gegründet und unterstützt Häfen, Terminals und Hinterlandbetreiber weltweit dabei, einen effizienten Betrieb und nachhaltiges Wachstum zu erreichen. Mit mehr als 1.900 Projekten in 135 Ländern ist HPC auf Automatisierung, KI-gesteuerte Abläufe und Digitalisierung spezialisiert – darunter Port Community Systems und Maritime Single Windows – und begleitet seine Kunden in jeder Phase des Hafenprojektzyklus. Das Team aus rund 100 Spezialisten kombiniert Know-how im Terminalbetrieb, Logistikkompetenz und Datenwissenschaft, um Anlagen zu optimieren, strategische Entscheidungen zu unterstützen und langfristigen Erfolg zu fördern.