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Wie funktioniert die Slotbuchung?

Wen betrifft sie und was steckt dahinter?

Die Containerterminals in Hamburg leiten aus ihren verfügbaren Ressourcen für die Lkw-Abfertigung ab, wie viele Container sie innerhalb eines bestimmten Zeitfensters abfertigen können. Daraus ergeben sich die zur Verfügung gestellten Slots pro Stunde.

Für jeden Containertransport, der von der Vormeldepflicht betroffen ist, muss immer ein Abfertigungstermin (Slot) am Terminal gebucht werden. Ein gültiger Slot ist die Voraussetzung für die Abfertigung eines Lkws am Terminal.

Basis für das Slotbuchungsverfahren (SBV) ist die Vormeldung von Transportdaten über die Datenschnittstelle TR02. Die in der TR02-Nachricht enthaltene geplante Transportzeit bildet dabei die Grundlage für die Slotbuchung.

Wie werden Slots vergeben und gebucht?

Slots werden nach dem zeitlichen Eingang der Anmeldung vergeben und können bis zu drei Werktage im Voraus gebucht werden. Eine frühzeitige Buchung sichert die Verfügbarkeit des gewünschten Termins. Deshalb empfehlen wir, einen Slot möglichst 24 Stunden im Voraus zu buchen.

Sind zur angefragten Transportzeit noch Abfertigungskapazitäten vorhanden, kann der Slot für den Lkw-Anlauf sofort gebucht werden. Wenn zur gewünschten Transportzeit keine Slots mehr zur Verfügung stehen, muss ein anderes, noch freies Zeitfenster ausgewählt werden. Das System bietet automatisch die nächstgelegenen freien Zeitfenster vor und nach dem gewünschten Zeitfenster als Alternative an.

Die Randzeiten, insbesondere die Abendstunden, eignen sich besonders gut für Transporte, da die Auslastung der Terminals zu diesen Zeiten deutlich geringer ist. So können Sie einfacher einen Slot buchen und werden schneller abgefertigt. Die jeweils aktuelle Terminalauslastung kann auf der Seite slot.truckgate.de von Truckern und Speditionen eingesehen werden.

Zusätzlich ist es möglich, sich den jeweils aktuellen Auslastungsstatus der Terminals über eine Schnittstelle in das eigene Dispositionssystem zu importieren. Informationen hierzu erhalten Sie unter www.truckgate.de.

Kann die Slotbuchung nachträglich verändert werden?

Tauschen

Es ist möglich, bereits gebuchte Tourenpläne mit unterschiedlichen Slotzeiten zu tauschen, ohne dass die bestehenden Slotbuchungen storniert werden müssen. Voraussetzung ist, dass die ausgewählten Tourenpläne zur gleichen Slotklasse gehören und im Status „ausführbar“ sind. Ein solcher Tausch findet unabhängig von der Auslastung des neuen Zeitfensters statt, da keine zusätzlichen Kapazitäten gebunden werden.

 

Zubuchen

Das Hinzufügen von Containern zu einem bestehenden Tourenplan (transport booking) ist möglich. Dies gilt auch, wenn das Zeitfenster, in dem der Slot gebucht wurde, bereits ausgebucht ist. Jedoch müssen der Tourenplan und der Status Request des Containers, der hinzugebucht werden soll, als „ausführbar“ gekennzeichnet sein.

 

Stornieren und Umbuchen

Das Stornieren oder Umbuchen eines Slots ist kurzfristig möglich. Das sichert dem Fuhrunternehmen größtmögliche Flexibilität und gibt dem Terminal einen bestmöglichen Überblick über die innerhalb eines Slots tatsächlich zu erwartenden Ankünfte.

Aus Rücksicht gegenüber anderen Marktteilnehmern sollte eine Stornierung oder Umbuchung frühzeitig (mindestens vier Stunden vor Beginn des Zeitfensters – in der Grafik ZF) erfolgen.

 

Alle Umbuchungen und Stornierungen, die nach dem Beginn oder Ablauf eines Zeitfensters erfolgen, sind für andere Nutzer nicht nutzbar und werden deshalb als No-Show gewertet.

Teilnehmern, die trotz wiederholter Aufforderung ihre No-Show-Quote nicht gesenkt haben, droht eine Beschränkung der Buchungsmöglichkeiten.

Wie verändert sich die Abfertigung durch das Slotbuchungsverfahren?

Bei jeder Zufahrt zum Terminal muss der Lkw-Fahrer die Tourenplannummer am OCR-Gate eingeben. Dort wird die aktuelle Zeit mit dem gebuchten Slot verglichen und die Abfertigungspriorität (siehe Grafik) ermittelt.

Bei Priorität 1 und 2 erhält der Lkw-Fahrer wie bisher seinen Fahrhinweis und der Transport wird planmäßig abgefertigt. Bei Priorität 2 erfolgt die Abfertigung allerdings nur, wenn die Auslastung es zulässt. Hat der Lkw-Fahrer einen Slot gebucht, erreicht aber den Terminal mehr als 90 Minuten vor oder nach dem gebuchten Slot, erhält er die Priorität 3 und wird nicht abgefertigt. Es muss ein neuer Slot gebucht werden. Dies gilt übrigens auch für Lkw-Fahrer, die ohne eine Slotbuchung am Terminal erscheinen.

Achtung: Eine Slotbuchung auf dem Terminalgelände ist nicht möglich. Das Warten auf dem Terminalparklatz ist ebenfalls nicht gestattet!

Welche Sonderfälle gibt es?

Bei Übergrößen (OOG) wird die Überprüfung des gebuchten Slots an der ausgewiesenen Säule für Slottickets in der manuellen Vorprüfung (MVP) vorgenommen.

Es gibt Lkw-Anläufe, die Priorität 1 unabhängig von ihrer Pünktlichkeit erhalten. Hierbei handelt es sich um die folgenden Sonderfälle, die allerdings über die Schnittstelle TR02 angemeldet sein müssen:

  • Anlieferung von IMO-Containern mit Gefahrgutklasse 1.1, 1.2 und 7
  • Anlieferung von vom Reeder dem Terminal bekannt gegebenen „Late Arrivals“
  • An- und Auslieferung von Containern im Zuge von Schiffsverlegungen

Die drei goldenen Regeln zum Slotbuchungsverfahren

1) Fahren Sie den Terminal nie ohne Slotbuchung an und auch nicht, wenn Ihre Ankunftszeit erheblich vom gebuchten Slot abweicht (siehe Priorität 3).

2) Versuchen Sie, den Terminal immer innerhalb des gebuchten Zeitfensters (siehe Priorität 1) zu erreichen. Eine Abfertigung innerhalb des erweiterten Toleranzzeitraums (siehe Priorität 2) wird von den Terminals nur angeboten, wenn die Situation am Terminal es zulässt.

3) Stornieren oder buchen Sie Ihren Slot um, sobald Sie merken, dass Sie Ihr Zeitfenster nicht einhalten können, in jedem Fall aber vor Beginn des Zeitfensters! Nur so können die Terminals realistisch planen und allen Beteiligten werden die vorhandenen Kapazitäten bestmöglich zur Verfügung gestellt.