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CO2-Emissionen je umgeschlagenem Container

Versender, Reedereien, Speditionen und Wissenschaftler beschäftigen sich zunehmend mit der Ermittlung des sogenannten CO2-Fußabdrucks von Transportketten.

Aufgrund der vielen externen Faktoren, die von Hafenlogistikern nicht beeinflusst werden können, sind Vergleiche der Energieeffizienz einzelner Terminals nicht aussagekräftig. Beispielsweise haben die klima- und geografisch- bedingten Außentemperaturen einen  direkten Einfluß auf den Energieverbrauch eines Terminals. Aber auch das Layout eines Terminals, die prozentuale Verteilung von 20 Fuß und 40 Fuß Containern oder der Auslastungsgrad eines Terminals beeinflussen die spezifischen CO2 Emissionen. Aussagekräftiger sind Vergleiche eines Terminals über die Entwicklung im Zeitablauf, unter weitgehender Berücksichtigung externer Faktoren.

 

Bei der Analyse der Transportketten wird unterschieden in transportbedingte CO2-Emissionen und umschlagbedingte CO2-Emissionen. Die transportbedingten CO2-Emissionen sind primär abhängig vom gewählten Verkehrsträger und von der Transportdistanz, während die umschlagbedingten CO2-Emissionen abhängig von der Menge der umgeschlagenen Waren sind.


Die Transportkette eines Containers lässt sich in verschiedene Segmente gliedern, denen jeweils spezifische CO2-Emissionen zugeordnet werden können. Dabei entstehen durch den Transport eines Containers in globalen Transportketten weit über 90% seiner indirekten Treibhausgasemissionen, während der Anteil der CO2-Emissionen durch den Umschlag auf Terminals entsprechend gering ausfällt. Am Beispiel eines transportierten Standardcontainers von Shanghai nach Prag wird dieses deutlich. Der Transport erfolgt über ein HHLA Container Terminal in Hamburg, als Größenklasse wird ein Großcontainerschiff mit Stellplätzen für 13.000 TEU angenommen. Der Landtransport erfolgt mit einem Containerzug nach Prag.

Absolute CO2-Emissionen
Anteil CO2-Emissionen
Seeweg
Shanghai – Hamburg
(19.879 km)
1.739 kg
90,9 %
Umschlag im
Hamburger Hafen
10 kg
0,5 %
Bahntransport
Hamburg – Prag
(676 km)
157 kg
8,2 %
Umschlag auf Bahnterminal in Prag
7 kg
0,4 %
Gesamt
(20.555 km)
1.913 kg
100 %


Quelle: International Maritime Organisation, 2009 und IFEU Heidelberg 2008,
www.ecotransit.org und www.searates.com - eigene Berechnungen



Die Entwicklung der CO2-Emissionen auf den drei Hamburger Container Terminals und dem durch HPC Ukraina betriebenen Container Terminal in Odessa stellt sich im Zeitablauf wie folgt dar:

Absolute
CO2-Emissionen
Spezifischer
CO2-Ausstoß*
2012                                           
    75.188 To
            9,7 kg
2013
75.330 To
9,5 kg
2014
76.781 To
9,5 kg


* Der spezifische CO2-Ausstoß ist definiert als Gesamt CO2-Ausstoß dividiert durch die Anzahl der wasserseitig und landseitig umgeschlagenen container.