Forschungsprojekte

Mit FRESH das Stromnetz stabilisieren

Für mehr Netzstabilität bei der Stromversorgung: das Projekt FRESH bindet Batteriekapazitäten der Containertransporter am CTA als flexible Speicher in das deutsche Energienetz ein.

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Strom statt Diesel

Batteriestrom soll künftig die gesamte Flotte automatisierter Containertransporter (AGV) auf dem Terminal Altenwerder antreiben.

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Weitere Forschungsprojekte in der Übersicht

Motivation
Der Container Terminal Altenwerder ist einer der weltweit am stärksten automatisierten Containerterminals. Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 2002 wird fortwährend an einer Verbesserung und Ausweitung der Automatisierung geforscht und gearbeitet. Das anfangs zur Gewährleistung der Arbeitssicherheit zugrunde gelegte Paradigma der Separierung und Isolation automatisierter Arbeitsräume, die für den Zutritt von Personen gesperrt sind, hat dabei stets seine Gültigkeit behalten. Heute steht dieses Paradigma einer Ausweitung automatisierter Prozesse entgegen, weil es zwingend von Menschen zu nutzende Anlagenbereiche ausschließt.

Projektziel
Das zentrale Ziel des Vorhabens ist es, für unterschiedliche am Terminal eingesetzte Containerkransysteme Lösungen für die Automatisierung in von Mensch und Maschine gemeinsam genutzten Arbeitsräumen zu erarbeiten und prototypisch umzusetzen.
Mit den hierbei gewonnenen Erfahrungen, Kenntnissen und Nachweisen sollen zugleich entscheidende Grundlagen für die Etablierung notwendiger Sicherheitsstandards geschaffen werden, welche zukünftigen Automatisierungsvorhaben einen verlässlichen Rahmen bieten.

Lösungsansatz
Das Programm Industrie 4.0 sieht unter anderem die Interaktion von Mensch und Maschine in gemeinsam genutzten Arbeitsräumen vor. Im Projekt soll dies erstmals auf einen Containerterminal übertragen werden, was einen Paradigmenwechsel in der Automatisierung von Containerterminals bedeutet.
Ein zentraler Bestandteil der Lösung werden geeignete Detektionssysteme sein müssen, die eine wesentliche Voraussetzung für die Gewährleistung der Arbeitssicherheit in von Mensch und Maschine gemeinsam genutzten Arbeitsräumen sind. In das Projekt einbezogen werden sowohl geeignete Lieferanten als auch für Genehmigung und Betrieb relevante Behörden und Institutionen.

Verbundkoordinator
HHLA Container Terminal Altenwerder GmbH

Projektvolumen
4.748.749,51 € (davon 50% Förderanteil durch BMVI)

Projektlaufzeit
01/2017 – 09/2021

Projektpartner
Einzelvorhaben

Ansprechpartner
tba

Motivation
Die für die umweltfreundliche Stromversorgung von Kreuzfahrtschiffen entwickelte schwimmende Barge wird außerhalb der Kreuzfahrtsaison als Blockheizkraftwerk genutzt.

Projektziel
Ziel des Projektes ist die Reduktion der CO2-Emissionen durch die Steigerung der Energieeffizienz in Unternehmen und die Einbindung von Unternehmen in die Energieversorgung in Hamburg. Dieses Projekt ist das weltweit einzige dieser Art und wurde aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung gefördert.

Lösungsansatz
Die HHLA nutzt während der Winterzeit eine hocheffiziente, schwimmende Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage am Liegeplatz im Rugenberger Hafen zur umweltfreundlichen Strom- und Wärmeerzeugung. Der Liegeplatz im Rugenberger Hafen verfügt über landseitige Anschlüsse für Strom, Erdgas und Fernwärme.

Gefördert wurden dabei insbesondere der Bau einer Koppel- und einer Gasstation, die elektrische und die heizungstechnische Ausrüstung der Gebäude, der Leitungsbau, der Aufbau der Mess- Steuerungs- und Regeltechnik und die Herstellung einer Fernwärmeleitung.

Verbundkoordinator
Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft (HHLA)

Motivation
Für den möglichst unterbrechungsfreien Einsatz von Containerbrücken sind qualifizierte Inspektionen bedeutsam. Bisher müssen die neuralgischen Stellen einer Containerbrücke durch qualifizierte Fachkräfte einzeln in Augenschein genommen werden. Durchführung und Auswertung werden bei stetig größer werdenden Containerbrücken immer schwieriger und die zu prüfende Bilddatenmenge umfangreicher.

Projektziel
Das zentrale Ziel des Vorhabens besteht darin, ein intelligentes Bilderkennungssystem zu entwickeln. Auf der Grundlage eines selbstlernenden Bilderkennungssystems (KI) soll eine automatische Auswertung des Bildmaterials der neuralgischen Stellen von Containerbrücken ermöglicht werden.
Veränderungen an den Untersuchungsfeldern, die über einen längeren Zeitraum wiederholt bildlich festgehalten werden (Zeitreihen) bzw. identifizierte Verdachtspunkte sollen automatisch abgeglichen werden. Die entstandenen Bilder inklusive der Auswertungen und Anmerkungen werden in einer Datenbank zusammengeführt, die u.a. auch Algorithmen zum automatischen Lernen (Deep Learning) unterstützen soll.

Lösungsansatz
Mittels automatischer Bildanalyse sollen Effizienz und Zuverlässigkeit der Inspektion von Containerbrücken erhöht werden. Dafür werden im Rahmen des Vorhabens mono- und multitemporale Verfahren der Bildanalyse eingesetzt und zielführend kombiniert.
Das Projekt nimmt Automatisierungsprozesse und Mensch-Technik-Interaktionen in den Fokus. Dabei soll eine innovative Technologie zum Einsatz autonomer Bildauswertungssysteme entwickelt werden, um die Arbeitssicherheit und Produktivität der Containerterminals zu steigern.
Der HHLA Container Terminal Tollerort (CTT) wird ausgewählte Containerbrücken für das Projekt zur Verfügung stellen und die Arbeiten technisch begleiten sowie die Resultate verifizieren.

Verbundkoordinator
Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft (HHLA)

Projektvolumen
644.748,14€ (davon 77% Förderanteil durch BMVI)

Projektlaufzeit
12/2019 – 05/2022

Projektpartner
TU Braunschweig – Institut für Geodäsie und Photogrammetrie

Ansprechpartner
TÜV Rheinland Consulting
Robert Kutz
Tel.: +49 30 – 756874 201
E-Mail: robert.kutz@de.tuv.com

Umweltfreundlicher und rentabler Hafenbetrieb – Simulationsbasierte Bewertung von Maßnahmen zur Steigerung der Energienachhaltigkeit

Motivation für das Vorhaben
In der Hafenwirtschaft rückt das Thema der Energienachhaltigkeit immer stärker in den Fokus. Zum einen stehen Hafenbetriebe in der Verantwortung, ihre Umweltbelastung lokal und global zu verringern. Zum anderen realisieren viele Hafenbetriebe, dass sich durch die Umsetzung von Energienachhaltigkeits-Maßnahmen enorme Kosteneinsparpotenziale eröffnen lassen. Jedoch fehlen bis zum heutigen Tag konkrete Richtlinien und Handlungsempfehlungen, wie Häfen ihre ökologische Nachhaltigkeit möglichst effizient und wirtschaftlich verbessern können. Daher wird in den nächsten Jahren weltweit eine kontinuierlich steigende Nachfrage nach Konzepten und Maßnahmen zur nachhaltigen Gestaltung des Hafenbetriebs erwartet. 

Welches Ziel setzt sich das Projekt?
Im Rahmen des Vorhabens soll ein innovatives, modellbasiertes Verfahren entwickelt und inhaltlich ausgestaltet, durch das Hafenbetriebe geeignete Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz und zur Nutzung Erneuerbarer Energien identifizieren können. Das Verfahren umfasst verschiedene Werkzeuge, mit denen Energienachhaltigkeits-Maßnahmen möglichst umfassend und aus vier wesentlichen Perspektiven – energetisch, ökologisch, wirtschaftlich und operativ – bewertet werden können. Dabei wird angestrebt, Entscheidungsträgern in der Hafenindustrie möglichst vollständige Informationen über die Potentiale von Energienachhaltigkeits-Maßnahmen zur Verfügung zu stellen. 

Wie sieht die Lösung aus?
Um das Potential von Energienachhaltigkeits-Maßnahmen möglichst vollständig abschätzen zu können werden im Rahmen Projektes diverse „Tools“ entwickelt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung eines Energie-Simulationsmodells. Dieses dient der energetischen Bewertung von Energienachhaltigkeits-Maßnahmen und der Vorhersage des Einflusses auf die logistischen Prozesse. Darüber hinaus werden Ökobilanzmodelle zur Bewertung der konkreten Umweltauswirkungen (u. a. CO2-Emissionen) von Maßnahmen über den gesamten Lebenszyklus erstellt. Zuletzt sollen Wirtschaftlichkeitsmodelle zur Abschätzung der finanziellen Auswirkungen von Energienachhaltigkeits-Maßnahmen erstellt werden. Auf Grundlage dieser Werkzeuge und resultierenden Ergebnissen können Hafenbetriebe die vielversprechendsten Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Energienachhaltigkeit identifizieren und umsetzten. 

Welche Veränderungen streben wir an?
Durch das im Rahmen Projektes entwickelte Verfahren sollen Hafenbetreiber in Ihren Bestrebungen unterstützt werden ihre Umweltbelastung zu reduzieren und klima- und ressourcenschonenden Transportketten zu entwickeln. Dabei soll auch aufgezeigt werden, dass ökologische und wirtschaftliche Ziele nicht in Widerspruch stehen, sondern sich gegenseitig unterstützen. So lassen sich Umweltschutz-Maßnahmen am besten umsetzen, wenn diese auch wirtschaftlich sinnvoll und operativ umsetzbar sind. Die im Projekt entwickelten Tools liefern hierzu essenzielle Informationen und können den ökologischen Mentalitätswandel in der Hafenwirtschaft verstärken. Zuletzt kann die deutsche Hafenwirtschaft durch die frühzeitige und konsequente Ausrichtung auf Energienachhaltigkeit und Umweltschutz einen entscheidenden internationalen Wettbewerbsvorteil durch „First-Mover“ Effekte erzielen.

Verbundkoordinator
HPC Hamburg Port Consulting GmbH

Projektvolumen
768.069,84 € (davon 59% Förderanteil durch BMVI)

Projektlaufzeit
07/2017 – 09/2020

Weiterentwicklung einer Software für die überbetriebliche, ganzheitliche Koordination von Großschiffs-, Feeder- und Binnenschiffsverkehre im Hamburger Hafen.

Motivation
Ein Schiffsanlauf im Hamburger Hafen erfordert umfangreiche und intensive Abstimmungsprozesse zwischen einer Vielzahl von Akteuren. Die Weitergabe bzw. Beschaffung von Informationen erfolgte zum großen Teil bilateral und manuell und war somit sehr aufwändig. Auch erhielt keiner der Beteiligten einen ganzheitlichen Planungsstand. Das Hamburg Vessel Coordination Center (HVCC) ist als zentrale, neutrale und überbetriebliche Koordinationsstelle etabliert und hat bereits eine maßgeschneiderte Software für die eigenen operativen Prozesse. Diese Position wollte das HVCC nutzen, um die Kooperation der Akteure des Hafens zu stärken und die Vernetzung durch den Ausbau ihrer Software voranzutreiben.

Projektziele
Ziel des Projekts war es, eine weitreichende Vernetzung der Akteure im Hamburger Hafen aufzubauen, um so die wasserseitigen Abläufe zu optimieren. Durch die Optimierung der Schiffszuläufe und -abgänge kann die vorhandene Hafen-Infrastruktur bestmöglich genutzt werden, Ressourcen werden geschont, die Umwelt entlastet und gleichzeitig die Attraktivität des Hafens gesteigert. Nach positiver Erprobung des Konzepts im Hamburger Hafen kann es für weitere Hafenstandorte nutzbar gemacht werden und somit den deutschen Seehäfen im Allgemeinen zu Gute kommen. 

Lösungsansatz
Eine Vernetzung der Akteure im Hafen, wie sie in dieser Form geplant war, gab es in Hamburg bis dato noch nicht. So galt es in zahlreichen, intensiven Diskussionen herauszufinden, welche Art des Informationsaustausches für welchen Akteur einen Mehrwert schafft und wie dieser die aus der Vernetzung resultierende Datenlage optimal für eine frühzeitige, verlässliche Planung nutzen kann. Daher hatte das Projekt auch einen starken kooperativen Charakter. Die Ergebnisse dieser Diskussionen wurden als Grundlage für den schrittweisen Ausbau der Software genutzt. Mit jedem Zwischenschritt sollte die Software sowie die Koordination erprobt und weiterentwickelt werden. 

Ergebnisse
Zu den wesentlichen Ergebnissen zählen:

  • Synchrone Planungsgrundlage von behördlichen Stellen (hier: Nautische Zentrale Hamburg) und dem HVCC durch den Aufbau einer Schnittstelle
  • Erweiterung des Funktionsumfangs des HVCC-Dashboards für Dienstleister des Hamburger Hafens (Schlepper, Festmacher) sowie Terminalbetreiber.
  • Entwicklung eines HVCC-Dashboards für Containerreeder zur Anzeige des Echtzeit-Planungsstands und zur Bereitstellung von sog. Passageplänen für die punktgenaue Zulaufsteuerung und Abgangsplanung von Großcontainerschiffen.
  • Aufbau einer Vernetzung zwischen Feederreeder (hier: Unifeeder) und HVCC zum automatischen Austausch von Auftrags- und Planungsdaten für Feederschiffe
  • Erprobung einer Vernetzung mit Vorhäfen (hier: Hafen Rotterdam), um Planungsänderungen frühzeitig erkennen und berücksichtigen zu können. Ein direkter Datenaustausch dieser Art zwischen zwei konkurrierenden Häfen ist einmalig und hat medial ein großes Echo erfahren.

Verbundkoordinator
HVCC Hamburg Vessel Coordination Center GmbH

Projektvolumen
626.111,77 € (davon 50% Förderanteil durch BMVI)

Projektlaufzeit
07/2017 – 12/2018

Projektpartner
Einzelvorhaben

Ansprechpartner
Gerald Hirt, hirt@hhla.de

Motivation
Die deutschen See- und Binnenhäfen stellen eine zentrale Schnittstelle für den nationalen und internationalen Warenverkehr dar und sind daher unerlässliche Partner für die gesamte deutsche Wirtschaft. Der Transport von Containern innerhalb des Hafens bzw. eines Terminals oder Logistikzentrums erfolgt zumeist mit diesel- betriebenen Zugmaschinen (auch Terminal Tractor genannt, im Folgenden als TT bezeichnet).
Bei heutigen dieselbetriebenen Zugmaschinen ist der Betrieb immer mit Abgas- und Lärmemissionen verbunden. Dies führt vor dem Hintergrund eines steigenden Umweltbewusstseins zu Interessenskonflikten innerhalb der Gesellschaft. Derzeit existiert noch keine alternative Antriebsstrangtechnologie für TTs, die eine erforderliche technische Reife für einen industriellen Einsatz aufweist und wirtschaftlich betrieben werden kann.

Projektziel
Das Hauptziel des Vorhabens ist es, eine Systemlösung für den batterie-elektrischen innerbetrieblichen Transport zu entwickeln, mit der Umweltvorteile mittelfristig zu wirtschaftlichen Konditionen erzielt werden können.
Im Mittelpunkt stehen dabei der batterie-elektrische Antriebsstrang des Fahrzeugs und die erforderliche Ladetechnologie. Sowohl Fahrzeug als auch Ladetechnologie sollen so konzipiert sein, dass ein sehr breites Anwendungsspektrum abgedeckt werden kann. Die sich daraus ergebenden Skaleneffekte unterstützen das Ziel, einen wirtschaftlichen Betrieb zu ermöglichen.

Lösungsansatz
Durch Modularisierung der Batterie- und Ladegerättechnik kann ein breites Anwendungsfeld erreicht werden. Beispiele hierfür sind Reach Stacker, Straddle Carrier, Forklift Trucks, Empty Container Handler und Automated Guided Vehicle. Die daraus resultierenden Skaleneffekte, z. B. Umlegen von Entwicklungskosten auf größere Stückzahlen, bessere Einkaufskonditionen, eingespielte Fertigungsprozesse bis hin zur (teil-) automatisierten Fertigung ermöglichen wirtschaftlich attraktive Preise. Durch geeignete Betriebs- und Ladestrategien sowie durch leistungsfähige Ladetechnik können batterie-elektrische TTs ohne nennenswerte Einschränkungen dauerhaft im Ein- und Mehrschichtbetrieb genutzt werden.

Verbundkoordinator
Konecranes GmbH

Projektvolumen
3.405.435,- € (davon 56% Förderanteil durch BMVI)

Projektlaufzeit
11/2018 – 01/2022

Projektpartner
BMZ GmbH
Ika-RWTH Aachen
CTA-HHLA GmbH
REFU GmbH (assoziierter Partner)
NTM GmbH (assoziierter Partner)
DCH GmbH (assoziierter Partner)

Ansprechpartner
TÜV Rheinland Consulting
Lennart Korsten
Tel.: +49 221 – 806 3210
E-Mail: lennart.korsten@de.tuv.com

Automatisierte unbemannte Flugsysteme ermöglichen die regelmäßige millimetergenaue Vermessung von kritischer Infrastruktur ohne Unterbrechung des Betriebsablaufs.

Motivation
Die Lagerkrane des Containerlagers stellen das Herzstück der modernen und leistungsfähigen Containerterminals der HHLA dar. Die Kranschienen unterliegen großen Anforderungen hinsichtlich einer unveränderten Position und der exakten Spurführung. Die geomorphologische Beschaffenheit des Baugrundes im Hafen führt jedoch fortlaufend zu signifikanten Setzungen und Spuränderungen der Schienenanlage,  die regelmäßig überprüft, vermessen und nachgebessert werden müssen. Diese Vermessungsaktivitäten führen zu betrieblichen  Störungen, da Lagerblöcke zur klassischen Vermessung stillgelegt werden müssen.

Projektziele
Das Ziel des Forschungsprojektes liegt darin, ein Vermessungssystem für Kranschienen mittels automatisierter Multicoptersysteme und photogrammetrischer Auswertung zu entwickeln. Folgende Aspekte sollen umgesetzt werden:

  • sicherer automatisierter Flug im operativen Terminal
  • automatisierte generierung der zur Vermessung notwendigen Daten incl. selbstständige Erkennung und Meidung der im Missionsgebiet operierenden Lagerkrane
  • automatisierte photogrammetrische Auswertung und Extraktion relevanter Kennzahlen
  • Finales Vermessungsergebnis mit 1mm horizontaler Genauigkeit

Lösungsansatz
SENSOR: Die Nutzung einer hochauflösender Mittelformat-Luftbildkameras ermöglicht die Generierung von 3D-Punktwolken mit einer Auflösung unter 1mm mittels State-of-the-Art Photogrammetrie-Auswerteverfahren mit einer Flughöhe von 35m.
DRONE: Während des Flugs werden die im Missionsgebiet operierenden Krane mittels ComputerVision-Verfahren detektiert und die Kartierungsmission umgeplant wenn es zu Konflikten kommt.
ANALYSIS: Nach dem Flug werden die Bilder zu Punktwolken verarbeitet. Programme  extrahieren anschließend relevante Kennzahlen wie Schienenabstand und Breite an zuvor defenierten Punkten.

Ausblick
Durch das innovative technologische Konzept des Einsatzes von automatisierten Vermessungssystemen wird die Produktivität durch eine ununterbrochene Nutzung der Containerlager gesteigert. Weiterhin werden durch das Projekt wirtschaftlich sinnvolle Automatisierungsprozesse vorangetrieben und die Mensch-Technik-Interaktion verbessert. Mögliche physische Belastungen können verringert bzw. die Arbeitssicherheit durch den Einsatz der Multicopter gesteigert werden.

Verbundkoordinator
HHLA Hamburger Hafen und Logistik AG

Projektpartner
Technische Universität Braunschweig
Institut für Flugführung und
Institut für Geodäsie und Photogrammetrie

Projektvolumen
974.885, €

Projektlaufzeit
08/2018 – 10/2020

Mehr dazu auf der Webseite der TU Braunschweig

Digitalisierung der Hafenwirtschaft

  • Hafenlogistikunternehmen, Betreiber von Port Communication Systems und Behörden sind komplex vernetzt
  • Die Produktion wird fortschreitend digitalisiert
  • Viele Hafenprozesse sind automatisiert und voneinander abhängig

Bedrohungslage

  • Hafenunternehmen haben eine große Bedeutung für die Versorgung der Bevölkerung
  • Die Unternehmen werden zum einen durch allgemeine Cyber-Angriffe wie Verschlüsselungstrojaner bedroht
  • Zum anderen gibt es hafenspezifische Bedrohungen, z.B. Datenmanipulation zwecks Drogenumschlag oder die Störung der Produktion auf offenen Hafenflächen

Motivation des Projekts

  • Verfügbare IT-Sicherheitstools berücksichtigen hafenspezifische Sicherheitsanforderungen nicht
  • Neuartige Angriffsvektoren sollen erkannt werden
  • Angriffe sollen früher abgewehrt werden können

Projektziele

  • Hafenspezifische Cyber-Angriffe durch Monitoring mit innovativen Algorithmen frühzeitig erkennen und abwehren
  • Erkennbarkeit neuartiger Angriffe untersuchen
  • Konzept zur ergonomischen Darstellung möglicher Angriffe entwickeln (Vermeidung von Neurostress bei Mitarbeitern)
  • Austausch zu Cyber-Angriffen zwischen Unternehmen strukturieren

Lösungsansatz

  • Meldungen der verteilten Sensoren und Systeme strukturieren und zusammenführen
  • Cyber-Angriffe durch die intelligente Verknüpfung verschiedener Ereignisse erkennen
  • Algorithmen in einem Prototypen umsetzten und diesen erproben

Motivation HCCR

  • Erhöhung der Servicequalität gegenüber Kunden durch modernere und effizientere Prozesse.
  • Stärkung der Marke „HHLA“ als innovatives, umweltfreundliches und zukunftsorientiertes Unternehmen.
  • Marktführer bei der Entwicklung von neuen Umschlags- und Wartungstechnologien, Schaffung von Innovations- und Wissensvorsprung gegenüber Mitbewerbern.
  • Verbesserung des Arbeitsschutzes
  • Technologische Innovationen verbessern Wirtschaftlichkeit, Energieverbrauch, Nachhaltigkeit und Sicherheit.

Ziel Anwendungsfeld Maintenance & Repair (M&R)

  • KI basierte Bilderkennung soll die Inspektoren bei der Schadensidentifikation und -bewertung unterstützen.
  • Die Uniformität der Schadensbeurteilung soll dadurch erhöht werden, sodass die Qualität der Arbeitskarte für die Handwerker verbessert werden kann.
  • Eine durch Automatisierung gestützte Schadenserkennung trägt darüber hinaus dazu bei, die Heilen Container besser von den beschädigten Containern zu sondieren.
  • Darüber hinaus soll durch eine weitere Digitalisierung der M&R Prozesse die Planbarkeit des Wiedereinsatzes von Leercontainern auf Seiten von Reedereien und Container-Leasinggesellschaften verbessert werden, was nicht nur Zeit spart, sondern auch dabei hilft, unnötige Umfuhren im Hafenumfeld zu vermeiden.

Ziel Anwendungsfeld Tankcontainerreinigung

  • KI System durch Rückkopplung des Reinigungserfolgs → verschiedene Verschmutzungssituationen soll ein optimales Reinigungsprogramm selbstständig über die Zeit erlernt werden.
  • Entscheidungsunterstützung im Betrieb → dokumentierte Reinigungsprozeduren führen zur Vereinfachung des Arbeitsprozesses und zu höherer Arbeitssicherheit durch einen besseren Schutz der Mitarbeiter vor potenziell gesundheitsschädlichen Situationen (z.B. gefährliche Ausdünstungen bei unsachgemäßer Reinigung).
  • Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz.
  • Über das KI Model prognostizierte Reinigungsdauern bilden wertvolle Information für eine bessere Steuerung von begleiteten Reinigungen
  • Bei einer Voranmeldung durch den Trucker / Disponenten ist es gleichzeitig für HCCR möglich, den Reinigungsprozess bestmöglich vorzubereiten.

Das kürzlich abgeschlossene Forschungsprojekt INTERACt hat die Terminalabfertigungsprozesse für autonom fahrende Lkw untersucht. In einem Anforderungskatalog wurden technische, operative und rechtliche Anforderungen sowohl an die Fahrzeuge als auch an Transportdienstleister und Terminals zusammengestellt.

„Damit in Zukunft autonom fahrende Lkw auf den Terminals der HHLA abgefertigt werden können, mussten wir zuerst die notwendigen Voraussetzungen prüfen“, erklärt Carsten Eckert von HPC Hamburg Port Consulting. „Mit diesem Wissen können wir jetzt gezielt die offenen Baustellen anpacken“. Die Ergebnisse von INTERACt seien dafür eine notwendige Grundlagenforschung, so Eckert.

Neben den beiden HHLA-Tochtergesellschaften HPC und CTD Container Transport Dienst beteiligte sich auch das Institut für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV), das zum  Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gehört,  als Partner an INTERACt. Das Projekt war eines von insgesamt neun Forschungsvorhaben, welche die HHLA mit Hilfe des Förderprogramms „Innovative Hafentechnologien“ (IHATEC) bearbeitet. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vergibt die Fördermittel mit dem Ziel, Lösungen zu finden, wie steigende Umschlagaufkommen bewältigt und Logistikketten optimiert werden können.

Im Rahmen des INTERACt-Projekts wurde die Lkw-Abfertigung auf verschiedenen Terminaltypen für Container, Leer-Depots und  Packbetriebe analysiert.  Dazu fuhren unter anderem HPC-Mitarbeiter auf Lkw von CTD mit, um Details der Abfertigungsprozesse zu dokumentieren. Auch die zusätzlichen Aufgaben der Fahrer wurden untersucht.

In einer Lückenanalyse wurde skizziert, welche technischen und rechtlichen Hindernisse derzeit noch den Einsatz autonomer Lkw auf Containerterminals behindern. Die zur Schließung solcher Lücken notwendigen Entwicklungsschritte wurden in einer Roadmap zusammengefasst.

Für CTD hatte INTERACt vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Mangels an Fahrern besondere Bedeutung. Mit ihrer Teilnahme an dem Projekt hat die HHLA ihr Selbstverständnis als Innovationstreiber für neue logistische Verfahren unterstrichen und weitere Erkenntnisse für das „Autonome Fahren“ im Hafen gewonnen.