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DER CONTAINER

Ein Behälter für alle Zwecke, genormt und überall auf der Welt mit der gleichen Technik zu bewegen: Der Container sorgte für eine Revolution im Welthandel. Der Transport wurde einfacher und sehr viel kostengünstiger.

Für das Zusammenwachsen der Welt spielt der Container eine ähnlich wichtige Rolle wie das Internet. In jedem Hafen und auf jedem großen Bahnhof der Welt sieht man die gleichen bunten Stahlboxen. Wer seine Ware in den Container packt, kann sie für relativ wenig Geld überallhin transportieren lassen. Der standardisierte Behälter passt auf riesige Schiffe ebenso wie auf Lkw oder Bahnwaggons.

Umgeladen wird kostengünstig mit hocheffizienten Umschlaggeräten. Selbst Lagerhäuser werden nicht mehr unbedingt gebraucht, denn der Container schützt die Ladung. Mithilfe des Containers können durchgehende Transportketten vom Anschlussgleis des Herstellers bis zur Laderampe des Verkäufers einfach organisiert werden.

Früher wurde beispielsweise Kaffee auf der Plantage in Säcke verpackt, auf Laster geladen, in einem Hafen auf das Schiff geladen, dann wieder ausgeladen, vom Hafen ins Lager und dann in die Rösterei gefahren. Die vielen Stationen machten den Transport umständlich und teuer. Heute wird der Kaffee meist direkt nach Ernte und Trocknung in einen Container geschüttet. Die Rohware wird bis zur Rösterei nicht mehr umgeladen und kann dort direkt verarbeitet werden. So verringert der Einsatz von Containern die Kosten um bis zu 90%. Und auch die Arbeit im Hafen wurde durch den Einsatz von Umschlagtechnik leichter.

 

Containernummer

Jeder Container hat seine einzigartige und offiziell registrierte Nummer. Sie setzt sich zusammen aus dem dreistelligen Eigentümerschlüssel (Buchstaben A–Z), einem Buchstaben für die Produktgruppe, einer sechsstelligen Registriernummer und einer Prüfziffer am Ende. Anhand dieser Nummer kann jeder Container überall auf der Welt eindeutig identifiziert werden.

 

CSC-Prüfplakette

CSC steht für „Internationales Übereinkommen über sichere Container“ (International Convention for Safe Containers). Danach muss jeder neue Container entsprechend den spezifischen Bestimmungen geprüft und zugelassen werden. Dafür bürgt eine genormte Prüfplakette. Unter anderem enthält sie Angaben über das Alter, die Stapelfähigkeit und das Bruttogewicht des Containers.

 

Verriegelung

Das Verriegelungssystem der Containertüren besteht aus einer Verschlussstange, den Türnocken und der Nockenhalterung. Durch das Bewegen von Griffen an den Türverschlussstangen drehen sich die Türnocken am Ende des Containers, und zwar entweder in die Nockenhalterungen hinein oder aus ihnen heraus. Dadurch kann der Container mit simplen Handgriffen fest verschlossen oder geöffnet werden.

 

Maße und Nutzlast

Auf jedem Container finden sich Angaben zu Gesamt- und Eigengewicht sowie zur Zuladung und zum Rauminhalt. Der abgebildete 40-Fuß-Container wiegt etwa 3.700 Kilogramm und kann mit einer Nutzlast von etwa 28.800 Kilogramm beladen werden. Das Ladevolumen beträgt 67,8 Kubikmeter und bietet zum Beispiel Platz für etwa 12.400 Schuhkartons. Ein Standardcontainer oder TEU (Twenty-foot Equivalent Unit) ist nur halb so lang, nämlich 20 Fuß (6,10 Meter).

 

Rippen

Die in die Seitenwände eingearbeiteten Rippen dienen der Stabilisation. Die Wände der Stahlboxen schwingen nicht und halten einer höheren Belastung stand.

 

Twistlocks

Twistlocks sind mobile Verriegelungen für genormte Container. Um mehrere Container stabil miteinander zu verbinden, werden Twistlocks in ihre > Eckbeschläge eingesetzt. Durch eine Drehung um 90 Grad wird eine gesperrte, formschlüssige Verbindung hergestellt.

 

Eckbeschläge

Die acht Eckbeschläge eines Containers müssen besonders stabil sein, denn sie tragen in Verbindung mit den vier Eckpfosten die ganze Last beim Stapeln und Transportieren. Container können zum Beispiel auf Schiffen in mehreren Lagen stabil übereinandergestapelt werden, weil spezielle Verriegelungen, sogenannte > Twistlocks, die Stahlboxen an ihren Eckbeschlägen zusammenhalten.