Wasserstoff bei der HHLA

Die HHLA hat sich im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie vorgenommen, bis 2040 klimaneutral zu werden. Wasserstoff leistet dazu als Energieträger einen wesentlichen Beitrag. Auch neue Arbeitsplätze spielen eine entscheidende Rolle.

Hier stellen wir verschiedene Projekte vor, zum Beispiel das HHLA Hydrogen Network genauer vor, unser Innovationscluster Clean Port & Logistics sowie unser Projekt H2LOAD für die Umrüstung unserer Schwergeräte am Terminal. Aber auch das Förderprojekt TransHyDE und die H2Global Stiftung spielen eine wichtige Rolle auf unserer Roadmap. Am Ende wird deutlich – wir befinden uns mitten in einer globalen Transformation.

Georg Böttner und Karin Debacher sind bei der HHLA die Ansprechpartner für das Thema Wasserstoff. Unterstützt werden sie von Monja Grote und Janne Oeverdiek. Kontaktdaten am Ende der Seite.

HHLA Hydrogen Network

Die HHLA hat im Jahr 2020 das Projekt HHLA Hydrogen Network gestartet, um die Potenziale von Wasserstoff in ihren eigenen Geschäftsfeldern und darüber hinaus zu identifizieren. Dieses Projekt bildet den Rahmen für alle Wasserstoffaktivitäten bei der HHLA.

Klicken Sie sich für die Beschreibung der einzelnen Positionen durch die Bildergalerie des HHLA Hydrogen Networks.
Umwandlung für Speicherung und Transport
Aufgrund der geringen volumetrischen Energiedichte von Wasserstoff ist eine Umwandlung für die Speicherung und den Transport des Gases erforderlich. Dies bietet die Möglichkeit, Wasserstoff sicher und platzsparend zu transportieren und zu speichern.
Seehafen-Terminal
Da Deutschland seinen eigenen Bedarf an erneuerbaren Energien nicht aus eigenen Quellen decken kann, ist es notwendig, Energie (z. B. in Form von Wasserstoff) in großem Umfang zu importieren. Dieser Import wird per Schiff und einem dazugehörigen Seehafenterminal erfolgen.
Intermodales Netzwerk
Für den Transport des umgewandelten Wasserstoffs vom Hamburger Hafen zu den Industrieregionen im europäischen Hinterland ist unser großes Intermodal-Netzwerk notwendig.
Aufbereitung für die Nutzung
Nach der Umwandlung für die Speicherung und den Transport von Wasserstoff ist der Schritt der Aufbereitung für die Nutzung entscheidend, um den Wasserstoff wieder nutzbar zu machen.
Last Mile Transport
Der „Last Mile“-Transport ist entscheidend, damit der Wasserstoff per LKW zum Endkunden transportiert werden kann.
Als Zentrum der Aktivitäten des H2-Innovationsclusters entsteht ein Testcenter für wasserstoffbetriebene Geräte am HHLA Container Terminal Tollerort in Hamburg um schwere Hafentechnik mittels Wasserstoff anzutreiben.

Wir positionieren uns dabei als Logistikkonzern zum einen im Bereich des Importes und der Distribution von Wasserstoff. Hier ist die HHLA mit ihrem Netzwerk, das von verschiedenen Häfen bis in das europäische Hinterland reicht, hervorragend ausgestattet, um die neuen Chancen im Bereich Wasserstoffimport und Wasserstofftransport zu ergreifen. Zum anderen betrachtet sie den Einsatz von Brennstoffzellen bei Umschlaggeräten und im straßengebundenen Schwerlastverkehr. Ziel der Anstrengungen ist es dabei, einen Beitrag zur nachhaltigen Reduktion von Treibhausgasen und anderen schädlichen Emissionen zu leisten.

Unsere Wasserstoffprojekte in der Übersicht:

Wir teilen unsere Wasserstoffprojekte in zwei Gruppen ein: Import und Distribution von Wasserstoff, sowie die Anwendung von Wasserstoff im Terminalequipment.

Anwendungsprojekte

Die folgenden Anwendungsprojekte zielen auf die Dekarbonisierung des Terminalequipments mittels Wasserstoff. Während im Cluster Clean Port & Logistics die anfängliche Erprobung von Geräten im Mittelpunkt steht, bereitet das Projekt H2LOAD die Förderung von großflächigeren Anwendung auf Terminals vor.

Wasserstoff soll schwere Hafentechnik antreiben

Mit Clean Port & Logistics hat die HHLA ein Innovationscluster zur Erprobung wasserstoffbetriebener Geräte in der Hafenlogistik gegründet, um Emissionen im Hafenumschlag und in den assoziierten Logistikketten zu senken. Gefördert wird das Innovationscluster vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr.

Wasserstoffbetrieb am Containerterminal testen


H2LOAD: Hydrogen Logistics Applications and Distribution

Die HHLA beabsichtigt, ihren Betrieb in Hamburg durch den Einsatz von Schwerlastfahrzeugen mit Wasserstoff-Brennstoffzelle auf ihren Terminals sowie auf der letzten Meile des Containerverkehrs zu dekarbonisieren.

Global auf Wasserstoff in der Logistik umrüsten


Import und Distribution

Im nachfolgenden Abschnitt finden sich aktuelle Projekte mit Fokus auf den Import und die Distribution von Wasserstoff als Energieträger. Alle Projekte haben das Ziel, einen wirtschaftlich machbaren Import und Transport des neuen Energieträgers zu untersuchen, beziehungsweise einen Markthochlauf zu vereinfachen.

Wasserstoff wirtschaftlich transportieren

Der Transport (Trans) von Hydrogen (Hy) in Deutschland (DE), dafür steht TransHyDE. Um Wasserstoff sinnvoll einzusetzen, ist eine flächendeckende Verfügbarkeit notwendig: TransHyDE soll dafür die Lösung sein. Ein übergreifender Ansatz für die Erzeugung, den Transport und die Nutzung von Wasserstoff, wird mit weiteren Projektpartnern entwickelt.

Mehr über TransHyDE auf der Seite des Bundesministerium für Bildung und Forschung


Grüner Wasserstoff für die Märkte

Die H2Global Stiftung vereint zahlreiche Akteure, die zur wirtschaftlichen Markteinführung von grünem Wasserstoff beitragen möchten. Dafür soll die H2Global Stiftung ein speziell entwickeltes Förderkonzept umsetzen. Wir sind seit Beginn an dieser Nachhaltigkeitsinitiative beteiligt. 

Mehr über die Stiftung H2Global


Wasserstoff in Zahlen

Wir starten den Klima-Motor Wasserstoff

Das Thema H2 ist bei der HHLA prominent besetzt. Das Unternehmen möchte bis 2040 klimaneutral agieren. Wasserstoff als Energieträger kann dabei einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten. Ein Kurzinterview mit HHLA-Projektmanagerin Karin Debacher über die Gründe warum sich derzeit sehr viele Unternehmen mit den Themen Wasserstoff und Brennstoffzelle beschäftigen. Sie sagt, damit wir und die Logistik klimaneutral werden, müssen wir testen und Erfahrungen sammeln, um die Technologie verlässlich einsetzbar und wirtschaftlicher zu machen.

Die HHLA Klima-Blaupause für Deutschland und Europa

Bei etlichen hundert Umschlagsgeräten und rund 17.000 Lkw, die jeden Tag den Hamburger Hafen anfahren, ist das Potenzial für die Dekarbonisierung enorm. Deshalb planen wir in Hamburg eine Initiative, die als Blaupause für Standorte europaweit genutzt werden kann.

Wir haben das Innovationscluster Clean Port & Logistics gegründet, das durch die Bundesregierung gefördert wird. Es bildet einen offenen organisatorischen Rahmen, der Gerätehersteller, Hafen- und Logistikunternehmen, wissenschaftliche Partner, Produzenten von erneuerbarem Wasserstoff, Softwareunternehmen und Betreiber bzw. Hersteller von Tankstellen zusammenbringen soll. Wir wollen in überregionaler Zusammenarbeit testen und untersuchen, wie Wasserstoff als Treibstoff beim Hafenumschlag und in der Schwergutlogistik verlässlich eingesetzt werden kann.

Zuerst werden die dazu notwendigen Tests, Simulationen, Vorarbeiten und Untersuchungen entworfen, dann Schlussfolgerungen gezogen und auch gleich Ausbildungs- und Schulungskonzepte erarbeitet. Als Zentrum der Aktivitäten soll ein Testcenter für wasserstoffbetriebene Geräte am HHLA Container Terminal Tollerort in Hamburg errichtet werden. Damit wollen wir schnellstmöglich die PS auf die Straße bringen.

HHLA-Projektmanagerin Karin Debacher.

Beschleunigt Wasserstoff die Klimawende?

Wie Wasserstoff als Energieträger die Dekarbonisierung vorantreiben kann, und welche Chancen sich für die HHLA ergeben - darum geht es im HHLA Talk mit Georg Böttner, der bei der HHLA die Wasserstoff-Strategie verantwortet.

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Wasserstoff in der Logistik

Die Schifffahrt genoss in den vergangenen Jahren nicht den besten Ruf, wenn es um den Schutz unseres Klimas ging. Durch die strengen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen hat nun jedoch eine echte Kurskorrektur Fahrt aufgenommen: Umweltfreundlichere Antriebe und alternative Brennstoffe stehen dabei im Fokus. Hapag-Lloyd rüstet dafür sogar bereits im Betrieb befindliche Containerschiffe auf LNG (Flüssigerdgas) um.

Das Binnenschiff gilt schon heute als umweltfreundlichster Verkehrsträger im Seehafen-Hinterlandverkehr. Das Schubboot „Elektra“, das Ende Mai 2021 in Sachsen-Anhalt vom Stapel lief, setzt noch einmal höhere Maßstäbe. Es fährt dank Brennstoffzellen und 20-Tonnen-Akkus an Bord komplett emissionsfrei. Am Bau der „Elektra“ sind eine Vielzahl von Zuliefern beteiligt gewesen, die gesamten Kosten für das wissenschaftlich begleitete Projekt belaufen sich auf rund 13 Millionen Euro.

Elektro- oder Wasserstoff-Lkw   – wem gehört die Zukunft? Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Höhere Reichweiten von bis zu 1.000 Kilometern und eine schnellere Betankung sprechen für den H2-Lkw. Parallel dazu muss eine gefahrlos zu bedienende Tankstellentechnik entwickelt werden. Nur neun von bundesweit 100 H2-Tankstellen sind aktuell auch für Lkw ausgelegt. „Da passt es doch gut, dass die geplante Wasserstoff-Tankstelle der HHLA auch Externen zur Verfügung stehen soll“, kündigt HHLA-Wasserstoffexpertin Karin Debacher an.

Sie haben Fragen zu Wasserstoff? Wir haben die Antworten

Wasserstoff kann durch Elektrolyse aus Wasser und erneuerbarem Strom gewonnen werden. Das Element ist vielseitig einsetzbar, zum Beispiel als Grundstoff für diverse Produkte (Ammoniak, Methanol, synthetische Kraftstoffe) in der chemischen Industrie, beim Transport, im Energiesektor usw. Es kann über große Distanzen in unterschiedlichen Formen transportiert werden und dabei als Energiespeicher genutzt werden. Wasserstoff soll die Stromnetze entlasten und stabilisieren, weil er Energie stofflich speichert, transportiert und zu jeder Zeit (oder Ort) freisetzen kann – also zum Beispiel, wenn kein Strom aus erneuerbaren Energiequellen verfügbar ist.

Wasserstoff wird seit Jahrzehnten mithilfe bewährter Techniken erzeugt und bisher hauptsächlich aus Erdgas gewonnen (grauer Wasserstoff). Seit Anfang der 1970er Jahre werden Fahrzeuge mit Wasserstoff- bzw. Brennstoffzellenantrieb aktiv erprobt und sind insbesondere im öffentlichen Personennahverkehr bereits im Einsatz.

Seit einigen Jahren setzen viele Akteure im Rahmen der Energiewende darauf, dass Wasserstoff langfristig viele fossile Energieträger ersetzen könnte. Dafür wird jedoch Wasserstoff in seiner grünen Variante benötigt, der mit Ökostrom (Wind, Wasser, Sonne...) erzeugt wird. Derzeit reichen die Möglichkeiten zur Erzeugung erneuerbarer Energien in Europa und insbesondere in Deutschland jedoch nicht aus, um genügend grünen Wasserstoff zu erzeugen.

Die nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung sieht deshalb den Import von Wasserstoff aus potentiellen Erzeugerregionen (z.B. Teile Nordafrikas, Mittlerer Osten, Nordeuropa) vor, die in den industriellen Zentren Europas benötigt werden. Daraus folgt ein akuter Bedarf für die weiträumige Distribution des Energieträgers.

Um fossile Energieträger wirklich zu ersetzen, müssten große Mengen (grünen) Wasserstoffs über weite Entfernungen transportiert und in Distributionszentren gelagert werden. Dafür sind Rohrleitungen eine der in Betracht kommenden Möglichkeiten, doch zuvor müsste das bestehende Gasnetz technisch ertüchtigt werden.

Auch die Verdichtung und Lagerung von Wasserstoff in Druckbehältern oder Spezialtanks ist schon heute möglich, muss für eine großflächige Nutzung aber noch weiterentwickelt werden. Das Element kann gasförmig bei 200 bis 700 bar oder in flüssiger Form bei minus 253 Grad Celsius in Kryotanks gespeichert und transportiert.

Eine weitere Möglichkeit sind Trägermaterialien wie Ammoniak, Methanol oder andere LOHC (Liquid Organic Hydrogen Carrier), die derzeit noch erforscht bzw. weiter optimiert werden. Geeignet wären Materialien, die große Mengen Wasserstoff sicher und energetisch wenig aufwendig aufnehmen und ohne Verluste wieder abgeben können. Es gibt LOHC, von denen ein Liter 57 Kilogramm Wasserstoff speichert und damit gut geeignet ist, Wasserstoff in flüssiger Form zu transportieren, ohne ihn unter großem Energieaufwand abkühlen zu müssen. Gleichzeitig erlaubt das LOHC einen nahezu unbegrenzten und verlustfreien Wechsel zwischen wasserstoffreichem und wasserstoffarmem Zustand.

Die HHLA hat sich im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie vorgenommen, bis 2040 klimaneutral zu werden. Hier kann Wasserstoff als Energieträger einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung der HHLA leisten. Der Fokus liegt auf dem Einsatz von Brennstoffzellen bei Umschlaggeräten und im straßengebundenen Schwerlastverkehr.

Die Strategie der HHLA setzt außerdem auf die Erschließung profitabler Wachstumsfelder entlang der Transportströme der Zukunft. Das Unternehmen ist überzeugt davon, dass Wasserstoff ein vielversprechendes Geschäftsfeld ist. Es ist mit seinem Netzwerk, das von verschiedenen Häfen bis in das europäische Hinterland reicht, hervorragend positioniert, um die neuen Chancen im Bereich Wasserstoffimport und -transport zu ergreifen.

Als einer der größten Anbieter von Umschlag- und intermodalen Logistikleistungen in Europa unterstützt die HHLA die Transformation von fossilen hin zu wasserstoffbasierten Energieträgern mit ihrem Know-how und geeigneten Anlagen. Das Unternehmen stellt sich der Herausforderung, Wasserstoff zu lagern und in geeigneter Form zu den Endabnehmern zu transportieren. Darüber hinaus nutzt die HHLA die sich ergebenden Chancen zu einer vollständigen Dekarbonisierung logistischer Ketten, beispielsweise durch einen forcierten Einsatz von Brennstoffzellen.

Wasserstoff ist ein natürliches Element, das bei normalen Umgebungstemperaturen die Form eines Gases hat. Bereits in der Mitte des letzten Jahrhunderts wurde Stadtgas, das zu mehr als 51 Prozent aus Wasserstoff bestand, in Haushalten zum Heizen und Kochen eingesetzt. Kommt es zu einer unbeabsichtigten Freisetzung, gibt es meist keine Probleme, weil keine giftigen Stoffe entstehen. Da Wasserstoff jedoch zu den entzündlichen Gasen gehört, müssen beim Umgang und der Lagerung natürlich die üblichen Sicherheitsstandards eingehalten werden. Für die HHLA gehört der Umschlag und Transport solcher Güter zum täglichen Geschäft.

Ansprechpartner

Dr. Georg Böttner

HHLA

Wasserstoff

Hydrogen Projects

Mobil +49 160 90595552

Karin Debacher

HHLA

Wasserstoff

Business Development Hydrogen

Tel. +49 40 3088-3830

Monja Grote

HHLA

Wasserstoff

Management Import & Distribution Projects

Tel. +49 151 61067752

Janne Oeverdiek

HHLA

Wasserstoff

Management Clean Port & Logistics Innovation Cluster

Tel. +49 151 62681205

Weitere Megatrends und Handlungsfelder der HHLA

Alle Informationen zu den aktuellen Trends Automatisierung, Künstliche Intelligenz, Digitalisierte Lieferketten, Drohnen und Wasserstoff sowie zu den Projekten der HHLA.

Innovationen bei der HHLA