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Geschichte des HHLA Container Terminal Burchardkai in Stichworten

Namensgeber des Burchardkais war Johann Heinrich Burchard (* 26. Juli 1852 in Bremen; † 6. September 1912 in Hamburg). Der Rechtsanwalt wurde 1885 in den Senat der Freien und Hansestadt Hamburg gewählt und war zwischen 1903 und 1912 für mehrere Amtszeiten ihr Erster Bürgermeister.

1966:
 Auf Initiative von Wirtschaftssenator Helmuth Kern beschließt der Hamburger Senat, den Burchardkai zu einem Containerterminal auszubauen. Die Abfertigung von kombinierter Container- und Stückgut-Ladung beginnt.

1967: Aufstellung der ersten Containerbrücke und Umschlag der ersten Container, die meist noch als Decksladung mit Stückgutschiffen ankommen. Anfangs werden zwei Schiffe pro Woche abgefertigt, die zwischen 780 und 1.000 Standardcontainer (TEU) laden können.

1968: Das erste Vollcontainerschiff, die „American Lancer“ der Reederei United States Lines, wird in Hamburg abgefertigt. Im Herbst kommen bereits vier bis fünf Vollcontainerschiffe pro Woche zum Burchardkai. Mit dem Containerzug „Delphin“ fährt der erste Direktzug auf einem Containerterminal ein.

Ab 1970: Bau der ersten von zwischenzeitlich neun Packhallen, in denen Container gepackt und entladen werden.

1971: Inbetriebnahme des ersten spezialisierten Portalhubwagens zum Transport und Stapeln von Containern. Er wurde in Zusammenarbeit mit der Peiner AG entwickelt. Heute werden die „Peiner“ Van-Carrier (VC) genannt.

1972: Die ersten Vollcontainerschiffe im wöchentlichen Dienst von und nach Asien werden abgefertigt. Dafür stehen sechs Containerbrücken an sechs Liegeplätzen bereit.

1975: Das interaktive Dialog-System CLOU, mit dem sich die Container besser verwalten lassen, wird auf dem Burchardkai eingeführt. Die Elektronische Datenverarbeitung übernimmt schrittweise die Steuerung von Prozessen und später auch von Großgeräten.

 

1984: Die VC-Flotte wird mittels Datenfunk (Schmalband-System) in das IT-System des Burchardkais eingebunden. Jede Fahrerkabine bekommt eine Box mit Tastatur und Bildschirm.

1995–1996: Weltpremiere bei der Containerpositionierung: Ein satellitengestütztes GPS-System wird eingeführt und durch das Laser-gestützte Ortungssystem LADAR ergänzt. Die Präzision des Differential Global Positioning System (DGPS) steigert die HHLA durch Weiterentwicklung einzelner Komponenten weiter. Mithilfe des Systems können die Stellplätze der Container präzise bestimmt werden. Ein automatisiertes Datensystem teilt den VC-Fahrer Fahraufträge für die Stahlboxen zu. 

1999: Die abgeschlossene Elbvertiefung erlaubt es größeren Containerschiffen, die damals maximal 8.000 TEU fassten, den Hamburger Hafen problemlos anzulaufen. Damit beginnt eine lange Boomphase mit zweistelligen Wachstumsraten im Containerverkehr.

2000: Ein Straßentunnel unter den Gleisen der Hafenbahn in Waltershof wird eingeweiht. Es gibt keine Lkw-Staus mehr an geschlossenen Bahnschranken.

 

2004: Die HHLA trifft die Entscheidung zum Ausbau des CTB auf eine Kapazität von 5,2 Mio. TEU. 

2004: Van-Carrier mit dieselelektrischem Antrieb werden eingesetzt, die den Kraftstoffverbrauch um 20 bis 30 Prozent senken.

2006: Der neue Terminalbahnhof geht in Betrieb. Er erlaubt die Abfertigung von bis zu 740 Meter langen Ganzzügen. Damit wurde der erste Meilenstein im langfristigen Ausbauprogramm umgesetzt, dessen besondere Herausforderung darin besteht, einen Umbau bei laufendem Betrieb vorzunehmen.

2007: Einführung eines OCR-Systems für einkommende LKW. Das OCR (Optical Character Recognition) ermöglicht durch Bilderkennung das automatische Einlesen von Containernummern und Lkw-Kennzeichen.

2009: Inbetriebnahme der Liegeplätze 3 und 4 für Großschiffe. Sie erhalten modernste Tandem-Containerbrücken, die gleichzeitig zwei 40-Fuß- oder vier 20-Fuß-Container umschlagen können. Diese Containerbrücken sind zum damaligen Zeitpunkt die größten und leistungsfähigsten ihrer Art in Europa. 

2010: Inbetriebnahme des ersten automatischen Lagerblocks am CTB. Damit wird die Stellplatzkapazität nicht nur für Standardcontainer, sondern in der Folge auch für Gefahrgut- und Kühlcontainer erhöht. 

2011: Um die im Hafen „Fuhre“ genannte Lkw-Abfertigung durch eine bessere Vernetzung und effizientere Nutzung der IT-Daten zu verbessern, startet die HHLA das Projekt „Fuhre 2.0“. Erster Schritt: Die Trucker nutzen neue Selbstbedienungsterminals. 

2013: Zum 1. Januar 2013 verliert Hamburg seinen zollrechtlichen Status als Freihafen. Der CTB erhält eine eigene Zoll-Station auf dem Terminal.

 

2013–2016: Schrittweise werden weitere automatische Lagerblöcke in Betrieb genommen. Die neuen Liegeplätze 5 und 6 werden fertiggestellt und mit Tandem-Containerbrücken ausgerüstet. Die Wasserseite ist damit für den Umschlag an Containerschiffen mit einer Stellplatzkapazität von 20.000 TEU und mehr ausgerüstet. 

2014: Inbetriebnahme eines neuen Lagers für Tankcontainer mit Gefahrstoffen.