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/ 20.03.2015

Geben und nehmen

Detlef Knieling, 47, Hafenarbeiter auf dem Terminal Tollerort, freut sich jeden Tag neu auf seine Arbeit. "Unser Team besteht aus dreizehn Leuten und wir stehen immer füreinander ein!"

Die Liebe brachte den gelernten KFZ-Mechaniker Detlef Knieling aus Melle in Niedersachsen im Jahr 2000 nach Hamburg. „Ein neuer Freund meinte dann, ich solle während der Arbeitssuche beim Gesamthafenbetrieb (GHB) vorsprechen“, schildert der heute 47-Jährige. Gesagt, getan – und schon kurz darauf bekam Knieling beim GHB eine Stelle als Lascher und war somit für die Sicherung der Container an Deck der Schiffe zuständig. Im Gegensatz zur heutigen Zeit, in der es eine Menge Einführungskurse und Fortbildungen gibt, sei er damals ins kalte Wasser geworfen worden. Aus der Ruhe brachte ihn dies indes nicht, hatte er nach Jahren in verschiedenen Jobs wie zum Beispiel im Trockenbau oder als Stahlschneider doch schon einige Erfahrungen mit neuen Aufgaben gesammelt.

Es dauerte ungefähr drei Jahre bis der Ostwestfale den Großgeräteschein erwerben und somit den körperlich anstrengenden Job an Deck hinter sich lassen konnte. „Das war auch darum super, weil ich mehr Verantwortung mit der neuen Stelle bekam“, erinnert er sich. Und das Fahren der bis zu 80 Tonnen schweren Van Carrier, die mit etwas Fantasie großen Spinnen ähneln und darum auch oft so genannt werden, macht ihm bis heute großen Spaß. „Wenn ich morgens in 15 Meter Höhe auf dem Carrier sitze, die Sonne aufgeht und das Wasser glitzert, dann ist das fantastisch.“


Darüber hinaus liebt Knieling die Vielseitigkeit seines Jobs. Seit dem 15. Januar arbeitet er nun  Hafenarbeiter im Containerumschlag am HHLA Container Terminal Tollerort (CTT) in Diensten der HHLA und erfährt meist erst zu Schichtbeginn, in welcher konkreten Funktion er in den kommenden Stunden tätig sein wird. „Unser Team besteht aus dreizehn Leuten und wir stehen immer füreinander ein“, berichtet der heutige Neu Wulmsdorfer über das gute Arbeitsklima am CTT. Die Arbeit im Hafen sei ein permanentes Geben und Nehmen, und manchmal müsse man eben einspringen, auch wenn der Dienstplan etwas anderes vorgebe. Sein Lieblingsplatz ist indes weiterhin im Führerhaus einer der Spinnen. „Dort oben zu arbeiten ist ein Grund, warum ich mich jeden Tag freue, zur Arbeit zu kommen.“